RKI-Auswertung
An welchen Orten ist das Infektionsrisiko besonders hoch und an welchen nicht?

Das RKI hat verschiedene Orte auf das Infektionsrisiko untersucht.
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Seit über einem Jahr lebt die Welt schon mit dem Coronavirus. Trotzdem war bisher nicht so ganz klar, an welchen Orten genau das Infektionsrisiko besonders hoch ist. Ist es also überhaupt gerechtfertigt und sinnvoll Hotels zu schließen? Oder gibt es dort kaum eine Gefahr? Das Robert Koch-Institut (RKI) bringt nun mit einer aktuellen Auswertung zumindest etwas Licht ins Dunkle - mit teilweise erstaunlichen Ergebnissen.

Das RKI teilte die Risiken in insgesamt vier Kategorien ein: rot ("hoch), gelb ("moderat"), grün ("niedrig") und grau, weil zu sehr abhängig von bestimmten Faktoren. Ein Beispiel für die letztere, graue Kategorie: Bei Zusammenkünften in Innenräumen sei ein Risiko von niedrig bis hoch denkbar, je nachdem wo man sich trifft und ob man Schutzkonzepte befolgt, ändert sich das Risiko immens. Ähnliches gelte auch für Betriebe und Unternehmen sowie auch für den Friseur-, Kosmetik- und Körperpflege-Bereich.

Mehr Infektionsgeschehen in Hotels oder Kneipen?

Konkreter wurde das RKI jedoch bei anderen Bereichen, die ebenso vom Lockdown betroffen sind. So sei das Infektionsrisiko in Altenheimen besonders hoch und in Bars sowie Clubs immer noch "moderat bis hoch". Für andere Bereiche gilt das aber nicht: Im seit Wochen geschlossenen Einzelhandel sei das Risiko zum Beispiel im Prinzip genauso niedrig wie in Hotels, Parks und auf Spielplätzen. Gleiches gelte für generelle Zusammenkünfte im Freien und auch für den Personen-Fernverkehr.

Corona-Infektionsrisiko in der Gastronomie "moderat"

Immerhin ein moderates Risiko attestierten die Wissenschaftler dem Öffentlichen Nahverkehr sowie der Gastronomie. Theater, Kino und Museen werden mit einer "niedrig bis moderaten" Gefahr angegeben. Auch der gesamte Bildungssektor, also Universitäten, Fachhochschulen, weiterführende Schulen, Berufsschulen wie auch Kitas, Kindergärten und Grundschulen wird ein moderates Risiko bescheinigt.

Generell gehe man davon aus, dass in Innenräumen das Ansteckungsrisiko 20-fach erhöht sei. Es komme dort jedoch auf viele unterschiedliche Faktoren an, wie zum Beispiel die Dichte der Personen pro Quadratmeter, die Größe bzw. Höhe des Raumes, die Dauer des Aufenthalts und auch die Art der Tätigkeit vor Ort.

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