Alfons Schuhbeck: Darum sind ihm Koch-Anfänger lieber

Alfons Schuhbeck gibt sein Kochwissen weiter
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"Wir wollen das neue Standardwerk der bayerischen Küche präsentieren", sagt Jürgen Brandt, Geschäftsführer des ZS Verlags, und meint damit "Bayern - Das Kochbuch" (ZS Verlag, 29,80 Euro) von Alfons Schuhbeck (70, "Schuhbecks Küchenkabarett"). Warum das gar nicht so falsch ist, erklärt der bayerische Starkoch im Gespräch mit spot on news. "Mit diesem Buch kann auch jemand, der gerade erst mit dem Kochen beginnt, schnell ein schönes, farbiges Bild auf den Teller zaubern", verspricht er. Im Übrigen mag er es, Anfängern seine Kochkunst beizubringen. "Mir ist lieber, ich zeige jemandem das Kochen, der es gar nicht kann, weil der mir dann einfach glaubt, dass es so geht. Einer, der es schon kann, muss umdenken und das ist nicht so einfach", sagt Schuhbeck. Das gehe schon bei den Grundregeln für gutes Kochen los: "Ein gutes Grundprodukt. Runter mit der Temperatur. Würzen, Fett, Salzen zum Schluss und die Schärfe ganz zum Schluss."

Das Besondere an dem neuen Buch

Das neue Basis-Kochbuch mit mehr als 500 Rezepten macht tatsächlich etwas anders als viele andere. Wiener Schnitzel, Fleischpflanzerl, Kartoffelknödel, Brezenknödel, Nudeln, Spätzle, Bayerische Creme, Kaiserschmarrn... Wie all diese Klassiker der bayerischen Küche richtig zubereitet werden, wird mit vielen Schritt-für-Schritt-Fotos illustriert. "So kann jeder einen Braten mit rescher Kruste aus dem Ofen holen."

Darum ist die bayerische Küche viel besser als ihr Ruf

In "Bayern - Das Kochbuch" wird auch mit alten Klischees aufgeräumt. "Bei der bayerischen Küche muss man nicht immer alles drei Stunden lang schmoren und sie muss auch nicht zu fettig sein", sagt Schuhbeck. "Ich habe versucht, sie sehr sonnig, leicht und farbig zu machen." Einige Beispiele aus dem Buch: Leberkäs-Schnitzel mit buntem Salat und Zitronen-Chilisalz-Dressing. Saure Brezenknödel mit grünem Spargel. Fingernudeln auf Birnen-Rahm-Kraut. Getrüffeltes Nudelgangerl mit Cocktailtomaten und Zucchini. Kalte Radieserlsuppe. Kartoffel-Joghurt-Dressing. Buttermilch-Holler-Schaum..."Wir haben beim Auto auch nicht mehr die Scheibenbremsen von vor 60 Jahren, sondern modernere. Und genauso darf man, wenn man das Regionale nicht kaputtmacht, der bayerischen Küche einen kleinen Touch mitgeben, der sie internationaler macht", erzählt Schuhbeck. "Die bayerische Küche hat schließlich einen Weltruf!"

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