Virus verhält sich "ungewöhnlich und beunruhigend"
Affenpocken: Notfallausschuss der WHO berät zur Ausrufung des internationalen Notstands

In Genf kommt am Donnerstag ein Notfallausschuss zusammen, um über die Verbreitung des Affenpocken-Virus zu beraten. (Symbolbild)
  • In Genf kommt am Donnerstag ein Notfallausschuss zusammen, um über die Verbreitung des Affenpocken-Virus zu beraten. (Symbolbild)
  • Foto: IMAGO / Andreas Haas
  • hochgeladen von Josef Brutscher

In mehreren Ländern häufen sich die Fälle des Affenpocken-Virus. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berät deswegen am Donnerstag darüber, ob sie den internationalen Gesundheitsnotstand ausrufen soll. Zu diesem Zweck hat die WHO in Genf einen Notfallausschuss einberufen, in dem Experten darüber diskutieren, ob die öffentliche Gesundheit in größerem Umfang bedroht ist.

Affenpocken-Fälle nehmen in mehr als 40 Ländern zu

In den letzten Monaten hat man die Krankheit in rund 30 Ländern nachgewiesen, in denen sie eigentlich nicht vorkommt. 98 Prozent der Infektionen wurden in Ländern entdeckt, in denen das Virus praktisch unbekannt war. Dazu gehören neben Deutschland auch einige andere europäische Länder. Die Zahl der Affenpocken-Nachweise steigt seitdem in mehr als 40 Ländern - auch in Deutschland. Bis Mitte Juni erhielt die WHO Meldungen von gut 2.100 Fällen. Seitdem hat sich die Zahl in Deutschland schon wieder verdoppelt.

WHO ist besorgt

Die WHO ist wegen dieser zunehmenden Verbreitung besorgt. Der Chef der Weltgesundheitsorganisation Tedros Adhanom Ghebreyesus bezeichnete den Ausbruch des Affenpocken-Virus' letzte Woche als "ungewöhnlich und beunruhigend". Dem WHO-Chef zufolge seien immer mehr Länder davon betroffen.

Deswegen kam nun auch der Notfallausschuss zusammen. "Wir wollen nicht warten, bis die Situation außer Kontrolle geraten ist", sagte WHO-Spezialist Ibrahima Socé Fall zur Einberufung des Ausschusses. Allgemein hätte der internationale Gesundheitsnotstand keine unmittelbaren Folgen. Die Ausrufung der Notlage soll in erster Linie die Aufmerksamkeit der Länder erhöhen.

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