Entgegen der Stiko-Empfehlung!
Ab September Corona-Impfungen ab zwölf Jahren

Corona-Impfung: Ab Herbst auch flächendeckend für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren.
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  • Foto: Mufid Majnun auf Pixabay
  • hochgeladen von Holger Mock

Die Gesundheitsminister der Bundesländer haben angekündigt, dass ab September Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren geimpft werden. In einer Videokonferenz haben sich die Mitglieder der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) einstimmig darauf geeinigt. Und das, obwohl die Ständige Impfkommission (Stiko) des Robert-Koch-Instituts weiterhin Impfungen in dieser Altersklasse "nur für Kinder und Jugendliche mit einem besonderen Risiko" empfiehlt, wie es in der Empfehlung heißt.

Imfpung trotz Stiko-Empfehlung

Offenbar halten die Gesundheitsminister die Empfehlung der Stiko mittlerweile für überholt. Der GMK-Vorsitzende und bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek sagte am Montag in München: "Inzwischen haben wir sogar zwei hochwirksame und seit Monaten erprobte mRNA-Impfstoffe, die in der EU ab zwölf Jahren zugelassen sind." Einige Länder, darunter auch Bayern, würden dies bereits umsetzen.

Eltern müssen zustimmen

 "Wir gehen vorbereitet in den Herbst. Alle Länder werden flächendeckend Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren anbieten", so Holetschek. Sorgeberechtigte, meist die Eltern, müssen der Impfung allerdings zustimmen. Darüber hinaus muss ein Arzt oder eine Ärztin vorher über die Impfung aufklären. Die Kinder und Jugendlichen impfen sollen neben den Impfzentren auch Kinder-, Jugend- und Hausärzte und -ärztinnen sowie als Angehörige von Beschäftigten auch Betriebsärzte.

Ziel: Geregelter Schulbetrieb

Holetschek erläuterte: "Das ist ein Baustein, um einen sichereren Start in den Lehr- und Lernbetrieb nach den Sommerferien zu ermöglichen."

Ältere Menschen bekommen 3. Impfung

In einem weiteren Beschluss haben sich die GMK-Mitglieder für Corona-Auffrischungsimpfungen ab September ausgesprochen. "Wir (...) beginnen zunächst mit den Menschen, die am stärksten gefährdet und am wenigsten mobil sind, also vor allem den Menschen in den Alten- und Pflegeheimen. Sie brauchen jetzt als erste eine Erneuerung ihres Schutzes gegen eine schwere COVID-19-Erkrankung", so Holetschek

Impfung durch Ärzte und mobile Teams

Geplant sind demnach zunächst Angebote für Auffrischungsimpfungen in Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe und weiteren Einrichtungen mit vulnerablen Personengruppen in der Regel mindestens sechs Monate nach Abschluss der ersten Impfserie. Die Impfungen sind sowohl im Regelsystem der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte als auch mit mobilen Teams möglich. Patientinnen und Patienten mit Immunschwäche oder Immunsuppression sowie Pflegebedürftige und Höchstbetagte in ihrer eigenen Häuslichkeit sollen die Auffrischungsimpfung durch einen niedergelassenen Arzt erhalten.

Welcher Impfstoff, ist egal!

Der Minister fügte hinzu: "Wir werden für die Auffrischungen mRNA-Impfstoffe verwenden. Dabei spielt es keine Rolle, mit welchem Impfstoff man vorher geimpft worden ist. Auch allen, die mit den Impfstoffen von Astrazeneca oder Johnson&Johnson mindestens einmal geimpft worden sind, soll ab September eine weitere Impfung mit einem mRNA-Impfstoff angeboten werden."

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