Eis trägt (noch) nicht
Noch warten mit dem Betreten der Eisflächen!

Ist das Eis zu dünn besteht große Gefahr! Ein Einbrechen ist vorprogrammiert.
(Archivbild bei einer Eisrettungsübung)

Die Wettervorhersage für die nächste Zeit verspricht in Memmingen und dem Unterallgäu Dauerfrost. Zumindest bis Mitte Januar sind durchgehend Temperaturen unter 0°C vorhergesagt. Aber aktuell sind die Eisdecken noch viel zu dünn. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft rät allen, mit dem  Schlittschuhlaufen oder dem Eisspaziergang noch zu warten und sich bei den zuständigen Behörden über den Zustand des Eises zu erkundigen. Eltern sollten ihre Kinder über die Gefahren, die auf zugefrorenen Seen lauern, informieren.

Tobias Weimer, Leiter Einsatz der DLRG, rät zur Geduld: „Das Eis braucht Zeit, um tragfähig zu sein. Bei stehenden Gewässern sollte es mindestens 15 Zentimeter, bei Bächen und Flüssen sogar wenigstens 20 Zentimeter dick sein.“ Nicht gleich an den ersten frostigen Tagen das Eis betreten, lautet deshalb die Devise der Lebensretter.

Das Eis sendet Signale aus, die jeder erkennen sollte. Dunkle Stellen verraten: Es ist noch viel zu dünn. Hier droht Gefahr einzubrechen, also betreten verboten. Wenn das Eis knistert und knackt, am besten flach hinlegen, um das Gewicht zu verteilen und in Bauchlage auf dem Weg den man gekommen ist, wieder Richtung Ufer bewegen. Besondere Vorsicht ist auf verschneiten Eisflächen und an bewachsenen Uferzonen geboten. Auch Seen, die von einem Bach, wie zum Beispiel der große Buxheimer Weiher, durchzogen sind, sind gefährlich. An den Ein- oder Ausflüssen kann innerhalb weniger Meter das Eis deutlich dünner und die Eisqualität völlig anders sein, als auf dem Rest des Sees.

Wer sich auf das Eis wagt, sollte sich zur eigenen Sicherheit vorher nach geeigneten Rettungsmitteln umsehen. „Auch ein umgedrehter Schlitten, eine Leiter oder ein Seil sind bei einem Eiseinbruch geeignete Hilfsmittel, denn auf keinen Fall darf man als Helferin oder Helfer bis direkt an die Einbruchstelle“, so der praktische Rat der DLRG. Im Notfall ist schnelle Hilfe geboten, der Verunglückte droht zu unterkühlen. Vor eigenen Rettungsversuchen aber unbedingt immer den Notruf (112) absetzen. Die Helfer der Wasserrettung stehen rund um die Uhr in Bereitschaft, um schnell professionelle Hilfe zu leisten. Die Einsatztaucher der DLRG sind so zum Beispiel speziell für eine Suche auch unter dem Eis ausgebildet.

Nach der Rettung aus dem Eis sollte der Patient in einem beheizten Raum langsam aufgewärmt werden und sich grundsätzlich in ärztliche Behandlung begeben. Unter https://www.dlrg.de/informieren/freizeit-im-wasser/eisregeln-alle-wichtigen-sicherheitstipps/ es die Eisregeln in verschiedenen Sprachen und für Kinder auch die Eisregeln zum Ausmalen. Mit diesen können Eltern ihre Kinder spielerisch mit den Regeln und Gefahren vertraut machen.

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