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Im Derby gegen die Memminger verliert der ESV Buchloer mit 0:4

Die lange Spielpause hat den Pirates des ESV Buchloe offenbar nicht gut getan: Bis auf den wieder souveränen Torhüter Stefan Horneber enttäuschten die Pirates im Derby bei den ECDC Memmingen Indians und mussten vor der imposanten Kulisse von 1270 Zuschauern eine verdiente 0:4-Schlappe (0:0/0:2/0:2) hinnehmen.

Die Partie bot zwar viel Tempo und Rasanz, für ein Topspiel fehlte aber das spielerische Element. Bayernliga-Durchschnitt.

Bei den Buchloern wurden Peter Westerkamp und Christopher Lerchner schmerzlich vermisst. Die zuletzt angeschlagenen oder gesperrten Spieler blieben deutlich unter Form, Marc und Patrick Weigant blass. So rieben sich die mitgereisten Buchloer Fans verwundert die Augen über die zahlreichen Stockfehler.

Schon im Spielaufbau produzierten die 'Piraten' Fehler am laufenden Band. Nur dank Horneber und der Nachlässigkeit der dominierenden Memminger gingen sie mit einem schmeichelhaften 0:0 in die erste Pause.

Nach Wiederanpfiff hatte Buchloes Verteidiger Andreas Widmann starke Szenen: Mit einem verdeckten Schuss von der blauen Linie hätte er beinahe die überraschende Führung erzielt. Einige Buchloer hatten schon die Arme oben, der Puck sprang aber vom Pfosten vors Tor zurück (22. Minute).

Fünf Minuten später warf sich Widmann aufs Eis und rettete in höchster Not alleine gegen drei Memminger. Widmanns Einsatz blieb jedoch ein Strohfeuer, denn kurz danach traf Memmingens Merkle zur überfälligen Führung fürs Heimteam (32.).

Die Buchloer haderten dabei mit dem Schiedsrichter, der ein vermeintliches Foul nicht ahndete, durch das die Indians überhaupt erst in Puckbesitz gekommen waren.

Beide Teams zeigten während der Partie gravierende Schwächen beim fliegenden Wechseln. Mehrmals kreuzte ein Stürmer dadurch allein vor dem Tor auf. Die starken Torhüter blieben jedoch stets Sieger dieser Duelle – bis in der 38. Minute Ouellette der Nutznießer war und Horneber gekonnt zum 2:0 umspielte.

Im Schlussdrittel beraubten sich die Buchloer schnell ihrer Möglichkeiten, das Spiel doch noch zu drehen: Oliver Braun wurde so katastrophal angespielt, dass er den Puck nur verlieren und dem Gegner einen Konter ermöglichen konnte. Auf Kerbers Pass brauchte Ouellette dann nur noch den Schläger zum 3:0 hinzuhalten (45.).

Eine Buchloer Strafzeit brachte den Memmingern schließlich den entscheidenden vierten Treffer durch Jannik Striepeke (50.). Piratentrainer Bohdan Kozacka zeigte sich auf der Pressekonferenz ziemlich geknickt: 'Das war heute nicht die Mannschaft, die ich sehen will', sagte er, 'wir sind mit dem 0:4 noch gut bedient'.

Die Piraten, Tabellenführer vom vierten Spieltag und jetzt Neunter, marschieren derzeit scheinbar unbeirrbar in die Tabellenregion um Platz zehn, in der sie zu Saisonanfang von Experten erwartet wurden.

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