Sport
FC Buchloe will nach Abstieg Aufbauarbeit leisten

'Das tut mir im Herzen weh', sagt Richard Heigl. Auch am gestrigen Montag konnte der ehemalige Vorsitzende des FC Buchloe den Abstieg in die Niederrungen der A-Klasse noch kaum fassen, den die 0:2-Niederlage am Samstag gegen den SV Oberegg besiegelte. 'Ich weiß nicht, wie es so weit kommen konnte, wir waren in den letzten fünf Saisonspielen jeweils die bessere Mannschaft.' Nur mit dem Torabschluss wollte es nicht so recht klappen. 'Die A-Klasse ist für den Verein ein herber Schlag', sagt auch Jürgen Beck, Sprecher des FC Buchloe.

Als die Zwischenergebnisse der direkten Konkurrenten nach Buchloe durchdrangen 'war der Druck des Gewinnenmüssens für die junge Mannschaft wohl zu groß', meint er. 'Die Enttäuschung ist natürlich groß, aber wir müssen aus der Situation lernen und den sofortigen Wiederaufstieg in Angriff nehmen.'

Dazu solle die Mannschaft zusammengehalten 'und mit dem ein oder anderen Routinier verstärkt werden, analysiert Beck. Dennoch werde vom eingeschlagenen Weg mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs nicht abgerückt.

Noch vor zwei Jahren spielte der FC Buchloe in der Kreisliga, stieg mit gerade einmal 9 Punkten ab. Nach zwei Jahren Kreisklassenzugehörigkeit folgte nun den Sturz in die A-Klasse. '

Es ist eine Schande, dass nun selbst die zweite Mannschaft des FSV Lamerdingen höher spielt als der FC Buchloe', sagt Heigl. Er sieht die Gefahr, dass die Vereine aus der Umgebung Buchloer Spieler abwerben könnten. Lamerdingen spielt in der Bezirksliga, Amberg in der Kreisliga.

Erste und Zweite in der A-Klasse

Der Abstieg der ersten Mannschaft hat derweil keine Auswirkungen auf den Aufstieg der FCB-Reserve von der B- in die A-Klasse. 'Zwei Mannschaften in einer Spielklasse sind machbar', sagt Beck. Die Statuten schreiben nur vor, dass die beiden Mannschaften in verschiedene Gruppen eingeteilt werden.

'Für die erste Mannschaft werden wir wohl die Gruppe mit den Derbys gegen Waal und Jengen beantragen', sagt Zweiter Vorsitzender Gerhard Wagner, der provisorisch die Geschicke des Vereins leitet, da seit dem Ausscheiden von Richard Heigl vor zwei Jahren kein neuer Vorsitzender gefunden werden konnte.

'Dieser Umstand hat aber keine Auswirkungen auf den sportlichen Bereich genommen', sagt Wagner.

Mit dem Bau einer Flutlichtanlage für den Nebenplatz, der neuen Fotovoltaikanlage und der Vermietung des Sportheims seien trotz der Probleme in der Führung zuletzt wichtige Projekte realisiert worden. Dennoch räumt Wagner ein: 'So kann es nicht weitergehen.'

Der ehemalige Landesligaspieler sieht sich selbst mehr als Sportler denn als Funktionär. Im November stehen Neuwahlen an. 'Ich habe schon viele Leute gefragt, bin aber von einigen enttäuscht worden', meint Wagner.

Auch Richard Heigl wurde angesprochen, wie er selbst erzählt. 'Im Moment kann ich mir das allerdings nicht vorstellen.'

Gerüchte im Umfeld des Vereins, die A-Jugend, die eine Spielgemeinschaft mit dem SC Lindenberg bildet, stehe vor der Auflösung, dementiert Beck, der auch als Jugendleiter des FC Buchloe tätig ist.

Trotz des Abstiegs der A-Jugend aus der Kreisliga ist er 'im Moment davon überzeugt, dass es weiter eine Mannschaft geben wird.'

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