Darts
Dartsport in Buchloe: Mehr als ein «Kneipensport»

Der Dartsport in Deutschland wird immer beliebter. Grund dafür sind vor allem die Fernsehübertragungen der großen Turniere, bei denen sich Weltklassespieler die Pfeile um die Ohren werfen. Geburtsland des Wurfspiels, bei dem es um Geschicklichkeit und Konzentration geht, ist England, doch auch in der Region ist der Sport gut vertreten. Sandra Schuler aus Buchloe beispielsweise ist stellvertretende bayerische Jugendwärtin des BDV (Bayerischer Dart Verband).

Zum Darts kam sie über Freunde. << Ich habe eine Abwechslung zum Stress im Alltag gesucht. Einige Bekannte von mir gingen in dieser Zeit immer in umliegenden Lokalen zum Spielen, eines Tages bin ich einfach mitgekommen und es hat mir sehr gefallen >>, erzählt die Buchloerin. Schnell engagierte sich die 38- Jährige auch immer mehr bei organisierten Turnieren und so stieß sie auf die Arbeit im Nachwuchsbereich.

<< Ich bin auf einige Turniere als Betreuerin mitgefahren >>, erinnert sich Schuler. Als nach einem dieser Turniere die Wahl für die Stellvertretung des bayerischen Jugendwartes stattfand, ergriff sie die Gelegenheit beim Schopf. In ihrem Amt will sie den Sport natürlich auch bei den Jungen populär machen. Deswegen weiß sie alles, was in der Umgebung in Sachen Darts vor sich geht. << Die Region bietet viele Möglichkeiten für Interessierte.

Buchloe und Lindenberg haben einige kleine Vereine, aber vor allem in Kaufbeuren und Marktoberdorf ist die Szene stark vertreten >>, sagt Schuler.

Wie in jedem Sport ist auch im Darts die Jugendarbeit besonders wichtig. << Natürlich ist in einer solchen Randsportart die Förderung junger Talente nicht ganz einfach >>, erklärt Daniel Lorber aus Geisenhausen (Landkreis Landshut), der mit seinen gerade einmal 19 Jahren Jugendwart des BDV ist. << Momentan muss vieles noch selbst finanziert werden, da es uns an Sponsoren fehlt. >> Angebote hätten die Dartverbände zwar, jedoch fast ausschließlich von Biermarken.

<< Die Angebote sind zwar lukrativ, aber eines unserer obersten Anliegen ist es, den Sport aus seiner klischeetypischen Umgebung herauszuführen >>, erläutert Schuler.

Oft gelte Darts als << Kneipensport >>, bei dem es vor allem darum ginge, Alkohol und Zigaretten zu konsumieren. Viele Eltern würden von diesen Vorurteilen davon abgeschreckt, ihre Kinder diesen Sport ausüben zu lassen. << Bei uns werden im Jugendbereich regelmäßig Alkoholkontrollen durchgeführt. Wer getrunken hat, wird kompromisslos nach Hause geschickt, auch bei Turnieren. Außerdem gilt striktes Rauchverbot. >>

Ein Grund für die Kleinsten, mit dem Sport anzufangen sei, dass sich das Rechnen beim Steel Darts, bei dem man die geworfenen Punkte im Kopf zusammenzählen muss, positiv auf die mathematischen Fähigkeiten junger Kinder auswirkt. << Außerdem trainiert Darts die Konzentration, weil man auch unter Druck immer fokussiert bleiben muss. Die körperliche Fitness ist auch ein entscheidender Punkt, denn bei den zum Teil langen Distanzen muss man voll auf der Höhe sein >>, erklärt der 16-jährige Felix Schreier, der in der Bezirksliga beim DC Pfeil-Grod Röthenbach aktiv ist: << Wenn man jung anfängt, hat man gute Aussichten auf eine sehr gute Entwicklung in diesem Sport. >>

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