Eishockey
Zu Hause keine Macht

Vergleicht man derzeit die Heim- und die Auswärtsbilanz des ESV Buchloe in der Bayernliga, erhält man ein ungewöhnliches Bild. In der Ferne hat der ESV bislang lediglich zwei von neun Partien verloren. Damit sind die Piraten auf Augenhöhe mit den Topteams Bayreuth, Miesbach und Erding. Die Bilanz auf eigenem Eis - also dort, wo sich Sportmannschaften in der Regel leichter tun - hingegen sieht gänzlich anders aus. Vor heimischem Publikum gab es für den ESV gerade einmal zehn Punkte aus neun Spielen. Nur Höchstadt, Dorfen und Pfronten waren schlechter.

Dabei war der Gegner bei der sechsten Heimniederlage am Sonntagabend nicht unbedingt übermächtig. Trainer Norbert Zabel nahm sein Team nach dem 3:5 (0:1, 1:2, 2:2) gegen Pfaffenhofen trotzdem aus der Schusslinie: «Der Mannschaft kann ich keinen Vorwurf machen.

Das schwere Match am Freitag in Schweinfurt mit den vielen Unterzahlsituationen hat Kraft gekostet.» Zabel räumte aber auch ein, dass sein Team zwei Drittel lang zu wenig gemacht habe. Im Gegenzug habe Pfaffenhofen jeden Fehler bestraft.

Neugierde schürte der ESV-Coach mit der Ankündigung, dass er bereits am kommenden Wochenende einen Neuzugang präsentieren möchte. Einen Namen wollte der Verein bislang allerdings noch nicht verkünden.

Piraten starten mit Druck

Die Begegnung begann ganz nach dem Geschmack der ESV-Fans unter den über 300 Zuschauern. Keine 90 Sekunden waren absolviert, da hatten die Buchloer bereits vier klare Torchancen verbucht. Die Gäste waren wach gerüttelt und gestalteten die Partie fortan ausgeglichen. Kurz vor der Pause nutzte Christian Birk einen Blackout in der Buchloer Defensive zur Gästeführung. Dem Ausgleich in Überzahl zur Mitte des zweiten Drittels ging eine geniale Aktion von Thorsten Rau voraus. Mit all seiner Erfahrung umkurvte der Stürmer das gegnerische Tor, sah den gut positionierten Mitspieler Peter Westerkamp, der wenig Mühe mit dem Abschluss hatte.

Die Gäste hatten jedoch eine passende Antwort parat: In doppelter Überzahl brachte Topscorer David Vokaty auf Zuspiel von Elvis Beslagic die Icehogs mit 2:1 wieder in Front. Erneut in Überzahl stellte Eric Dylla wenig später gar auf 3:1 (40.).

Kastenmeier startet Aufholjagd

Der ESV gab allerdings nicht auf. Mit einem Doppelschlag sorgte Tobias Kastenmeier zu Beginn des Schlussdrittels für den Ausgleich. Besonders ärgerlich war aus Buchloer Sicht, dass ausgerechnet ein Powerplay die Niederlage einläutete. Die Piraten konnten in Überzahl die Scheibe an der blauen Linie nicht kontrollieren und Pfaffenhofens Elvis Beslagic hämmerte die Scheibe zum 3:4 ins Tor. Vokaty stellte mit einem Schuss ins verwaiste ESV-Tor schließlich den 3:5-Endstand her. (drs/km)

 

Zu Hause tun sich Kapitän Bohdan Kozacka (rechts) und der ESV Buchloe derzeit schwer: Das 3:5 gegen Paffenhofen war bereits die sechste Niederlage im neunten Heimspiel für die Piraten. Foto: Robert Lerchner

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