Kriminalstatistik
Zahl der Straftaten ist 2010 erheblich gesunken

Die Stadt Buchloe und ihre Umgebung werden immer sicherer - das geht aus der Kriminalstatistik der hiesigen Polizeiinspektion (PI) hervor. 92 Straftaten weniger als im Vorjahr registrierten die Beamten für 2010. «Das ist für unsere Verhältnisse schon recht viel und somit sehr erfreulich», berichtet Inspektionsleiter Otto Hahn. Insgesamt 756 Delikte wurden im vergangenen Jahr zur Anzeige gebracht (2009: 848). Ob Diebstahl, schwere Körperverletzung, Vergewaltigung, Betrug oder Sachbeschädigung: In den meisten Fällen verzeichnet die Buchloer Polizei Rückgänge.

Auch was die Häufigkeit von Straftaten im Verhältnis zur Einwohnerzahl betrifft, erreicht der Inspektionsbereich einen «ausgezeichneten Wert», so der Polizeichef. Kommen im gesamten Freistaat aktuell auf 100000 Einwohner rund 4960 Strafvergehen, sind es in Buchloe hochgerechnet lediglich 2930. «Angst haben muss bei uns niemand», sagt Hahn. Zum einen bewähre sich die Präventionsarbeit der Beamten mit verstärkten Kontrollen immer mehr, zum anderen gebe es in Buchloe infrastrukturell keine «Problemviertel» oder soziale Brennpunkte.

Einzig der Umgang von Heranwachsenden mit Alkohol bereitet dem Polizeichef derzeit Sorgen. «Wir haben immer häufiger junge Leute, die 2,5 Promille intus haben, aber äußerlich kaum erkennbar betrunken sind. Dass man so viel verträgt, muss schon auf jahrelangen Alkoholmissbrauch zurückgehen.

» Zwar seien neuralgische Trink-Treffpunkte im Stadtgebiet zuletzt eingedämmt worden. «Doch vor allem auf dem Heimweg von Veranstaltungen - weniger auf den Partys selber - gibt es mit alkoholisierten jungen Leuten häufig Probleme.»

Sperrstunde zurücksetzen

Je später es werde, desto mehr Schwierigkeiten bekämen die Einsatzkräfte. Hahns Vorschlag daher: «Man sollte die Sperrstunde auf zwei Uhr zurücksetzen, so wie etwa im Unterallgäu.» Zudem sollen Zeugen betrunkene Störenfriede sofort der Polizei melden. «Meistens können wir nur dann gegen sie vorgehen, am nächsten Tag ist es zu spät», erklärt der PI-Leiter.

Dass die Aufklärungsquote im Vergleich zum Vorjahr (2009: 70,2 Prozent) insgesamt leicht gesunken ist - 2010 wurden 67,6 Prozent der angezeigten Fälle gelöst - stuft Hahn als unbedenklich ein. «Die Quote ist noch immer sehr gut.» So habe es beispielsweise in einer Nacht eine ganze Serie von «Sachbeschädigungen auf der Straße» - laut dem Polizeichef stecken vermutlich alkoholisierte jugendliche Vandalen dahinter - in den Schrebergärten im Norden der Stadt gegeben. Die Täter konnten nicht ermittelt werden. «Das waren eine ganze Reihe von Einzelfällen, die bei dieser Zerstörungstour zusammen gekommen sind. So etwas schlägt bei der Aufklärungsquote eben entsprechend zu Buche.»

Zurückgegangen ist wiederum die Zahl der Laden- und Fahrraddiebstähle - und trotzdem sei letzteres auf einem «zu hohen Stand», ärgert sich Hahn. «Scheinbar sind viele nachts einfach zu faul zum Laufen, stehlen ein Fahrrad und schmeißen es danach irgendwo wieder hin.»

An seiner Gesamtbilanz für 2010 ändert das jedoch nichts. «Es war ein recht ruhiges und unspektakuläres Jahr für uns, zeigt aber auch, dass unsere Arbeit fruchtet.»

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