Feuerwerk
Weniger Krach, mehr Farbe

Sie tragen Namen wie «Laser», «Predator» (Räuber) oder «Demolition» (Zerstörung). Das klingt nicht nur reichlich martialisch, sondern auch ziemlich englisch. Trotz allem (oder vielleicht gerade deswegen) werden Feuerwerksbatterien - glaubt man zumindest der Werbung der Supermärkte - in diesem Jahr wieder das Nonplusultra am Silvesterabend sein. «Demgegenüber sind die klassischen Böller nicht mehr so gefragt wie früher», sagt Robert Vogel, stellvertretender Marktleiter im V-Markt Buchloe. Der Trend, er geht ganz klar weg vom plumpen Krachmacher zum Feuerwerk mit Farbe und Stil. Zum Feuerwerk fürs Auge.

Bis zu einem Dutzend verschiedener Hochleistungs-Batterien haben die Verbrauchermärkte in Buchloe in ihren Angeboten. Der Vorteil der Akkord-Feuerspeier liegt für Vogel klar auf der Hand: Einmal anzünden reicht in der Regel. Mit den Batterien wird das Feuerwerk anscheinend nicht nur bunter, sondern auch bequemer. Zudem machen sie weniger Dreck als herkömmliche Kracher und Böller. Zurück bleibt meist nur ein ausgebrannter Pappkasten.

Das dürfte vor allem die Verantwortlichen bei der Stadt Buchloe freuen. Unter dem Motto «Gemeinsam für ein sauberes Buchloe» appelliert die Stadt an ihre Bürger, die Überreste des Silvesterfeuerwerks selbst zu beseitigen.

Das Aufräumen der abgebrannten Rakententeile sowie die Überreste der Kracher und Böller sei die Sache des Verursachers, nicht die der Stadt, betont Arthur Salger, Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft. «Der Müll sollte nicht auf den Straßen und Plätzen verstreut liegen blieben, sondern spätestens am Neujahrstag eingesammelt und über den Restmüll entsorgt werden - damit Buchloe wieder ein ordentliches Stadtbild abgibt.»

Gefahr für die Augen

Die Unfallhilfe der Johanniter warnt davor, die Gefahren des Silvesterknallens zu unterschätzen. 70 Prozent der Unfälle betreffen die Augen - in der Regel, weil zu wenig Sicherheitsabstand eingehalten wird. Genauso gefährdet sind die Ohren. Silvesterböller erreichen eine Lautstärke von 130 bis 175 Dezibel. Oft kommt es auch zu Verletzungen der Extremitäten, besonders Verbrennungen und Brüche an Händen und Fingern sind laut den Johannitern öfters zu beobachten.

Die Ursachen sind dabei stets die gleichen: Knallkörper werden aus der Hand gezündet oder explodieren dort ungewollt.

Um Unfälle vorzubeugen, weist die Polizei drauf hin, gewisse Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit Raketen und Böllern zu beachten. Elementar sei es, keine Feuerwerkskörper ohne die Prüfzeichen der Bundesanstalt für Materialforschung (BAM) oder der EU (CE-Kennzeichnung) zu verwenden, betont Sven-Oliver Klinke vom Polizeipräsidium Schwaben Süd/West: «Nicht geprüfte Feuerwerkskörper können unter Umständen eine Gefahr für den, der sie abfeuert, und andere darstellen.»

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