Bahnhof
Weitere Pläne für den Bau des Buchloer Empfangsgebäudes werden heute Abend präsentiert

«Wir wollen, dass das Zentrum Buchloes das Gesicht erhält, das es verdient.» Bürgermeister Josef Schweinberger wird nicht müde zu betonen, wie wichtig ihm der Neubau eines Bahnhofs für die Gennachstadt ist. Nach seiner Auskunft arbeiten Stadt und Bahn seit Monaten «mit Hochruck» daran, einen neuen Bahnhof für Buchloe zu entwickeln. Das Ergebnis soll den Bürgern heute Abend in einer Informationsveranstaltung präsentiert werden.

Konkret mochten sich jedoch weder Schweinberger noch die Bahn im Vorfeld zu den Plänen äußern. «Ich will da nicht vorgreifen, schließlich soll die Bevölkerung die Planung mittragen», sagte Schweinberger gegenüber der BZ. «Heilfroh» sei er jedoch, «dass die Bahn die Neubaupläne so engagiert mitträgt».

Dass es dem Unternehmen durchaus ernst sei mit dem Neubau des Empfangsgebäudes, bestätigte immerhin eine Bahnsprecherin in München. Dies zeige auch, dass mit Günther Pichler der Regionalbereichsleiter der DB Station & Service den Weg nach Buchloe finden wird. Bereits im März vergangenen Jahres hatte Pichlers Mitarbeiter Bernd Kittel, der Leiter der Abteilung Vermietung bei DB Station & Service, den Buchloern große Hoffnungen auf einen neuen Bahnhof gemacht.

Unter der Maßgabe, dass sich «das neue Empfangsgebäude privatwirtschaftlich für uns rechnet», stellte Kittel vor neun Monaten einen ersten Entwurf vor (siehe Grafik). Dieser sah unter anderem vor, dass der neue Bahnhof aus zwei jeweils 200 Quadratemeter großen, voneinander unabhängigen Gebäuden bestehen könnte, die über ein Dach miteinander verbunden werden.

In dem Gebäude, das entlang der Gleise geplant war, fände das Reisezentrum der DB Platz (etwa 30 Quadratmeter), dazu käme ein Sozialraum für die Angestellten sowie eine Toilettenanlage. Darüber hinaus war auch eine größere Bahnhofsbuchhandlung geplant.

Im zweiten Gebäude, das sich südlich vor dem anderen Baukörper befunden hatte, könnten ein Fast-Food-Restaurant und eine Bäckerei samt Reisebedarfladen entstehen, sagte Kittel. «Auf diese Art und Weise könnte der neue Bahnhof sehr funktionell betrieben werden», zeigte sich der Bahn-Mitarbeiter damals sicher.

«Fangen nicht wieder bei Null an»

«Die Pläne sollen nun durchaus Verwendung finden», sagte eine Bahn-Sprecherin gegenüber der BZ und betonte: «Wir fangen sicher nicht wieder bei Null an.»

Kittel hatte für die Realisierung des Neubaus das Jahr 2012 im Auge. Ob dieser anvisierte Termin tatsächlich gehalten werden kann, dazu mochte sich die Bahn zuletzt nicht mehr konkret äußern. «Wenn die Planung abgesegnet ist, muss das Ganze vom Eisenbahn-Bundesamt genehmigt werden.

Das haben wir dann leider nicht mehr in der Hand», so die Bahn-Sprecherin.

Bürgermeister Schweinberger hofft indes, noch in diesem Jahr Baurecht zu erhalten. Er versicherte auch, dass sich Buchloe finanziell an dem Neubau beteiligen würde. «Wir werden sicher kein Hemmschuh sein», so Schweinberger.

Vom Tisch ist mittlerweile der Vorschlag, die Pläne der fünf Preisträger des Bahnhofs-Architektenwettbewerbs aus dem Jahr 1997 überarbeiten zu lassen. Damit wollte die Stadt sicherstellen, «dass Buchloe nicht irgendeinen beliebigen Bahnhof erhält», wie es Stadtbaumeister Herbert Wagner formuliert hatte. Weil die Bahn aber auf ihr sogenanntes Urheberrecht bei der Planung von Empfangsgebäuden pocht, wird das Unternehmen selbst als Planer auftreten.

Bereits mit dem Neubau des Kreisverkehrs vor dem Bahnhof und dem geplanten Busbahnhof hat die Stadt eine gewisse Vorarbeit geleistet. Denn die Gesamtplanung ist unter anderem auch auf einen Neubau des Empfangsgebäudes mit abgestimmt.

Die Stadt Buchloe lädt alle Bürger am heutigen Donnerstag, um 19.30 Uhr in die Aula der Mittelschule zu einer Informationsveranstaltung zum geplanten Neubau des Bahnhofs ein.

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