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Viel Kreativität erforderlich beim Malerbetrieb Kirsch

Ein Unternehmen mit Tradition: Schon 1922 wurde der Malerbetrieb Kirsch gegründet - im schlesischen Niklasdorf. 1949 zog die Firma dann nach Buchloe um, erst an den Immleplatz, später an den Ladehof. 1991 übergab Erich Kirsch den Betrieb vollständig an seinen Sohn Josef.

Von ihm übernahm Malermeister Werner Gansohr (40) 1996 das Unternehmen «Maler Kirsch» und führt es bis heute. Derzeit sind dort zwölf Facharbeiter und ein Azubi angestellt.

Herr Gansohr, was haben Sie in Ihrem Betrieb so alles im Angebot?

Werner Gansohr: Die Standard-Malerarbeiten umfassen Bodenbeläge, Fassaden und vor allem Wandgestaltung. Hier haben wir ein Konzept entwickelt, das «Wände mit Charakter» heißt. Dabei geht es um Innengestaltung im Designbereich, worauf wir uns mit einer Sparte spezialisiert haben. Es ist in allen Innenbereichen einsetzbar, schafft ein gesundes Raumklima und es entsteht eine einzigartige und pflegeleichte Oberflächenoptik. Dazu haben wir rund 50 verschiedene Techniken im Programm, die individuell auf die Wünsche unserer Kunden zugeschnitten sind.

Was ist denn eine ganz spezielle Technik, die Sie anwenden?

Gansohr: Da gibt es zum Beispiel die «Encausto-Technik». Die ist sehr alt, schon die alten Römer haben sie in ihren Bädern verwendet. In mehreren Arbeitsschritten wird eine Masse aus Pulver und Wasser aufgespachtelt. Je nach Oberflächenwunsch wird sie geseift, geölt oder imprägniert. Am Ende entsteht eine Optik, die so ähnlich wie Marmor aussieht.

Welche Materialien verwenden Sie dabei genau?

Gansohr: Die Grundmaterialien sind Kalk, Marmor- und Muschelmehl. Dem wird Trockenpulver beigemischt, also gemahlene Farbpigmente. In Verbindung mit Wasser und weiteren Zusatzstoffen ergibt sich dann je nach Anforderung eben eine bestimmte Farbe und Oberfläche.

Haben Ihre Kunden da ganz konkrete Vorstellungen oder können Sie ihre Kreativität komplett ausleben?

Gansohr: Sowohl als auch. Es gibt Kunden, die haben klare Vorstellungen. Ihnen macht man dann eben diverse Vorschläge in die entsprechende Richtung. Andere wiederum kommen und haben einen Raum mit vier Wänden und fragen: Was kann man da machen? Da geht die Beratung praktisch bei null los. Das belebt den Malerberuf allerdings. Es ist eine Handwerkskunst, die durchaus viel Kreativität fordert. Bei uns gibt es keine Fertigprodukte, wir gestalten immer wieder etwas Neues. Nichts sieht später total identisch aus.

Zu den eher lästigen Aufgaben bei einer Wohnungsrenovierung zählt ja meistens das Abkleben. Haben Sie da ein paar Tricks, damit es schneller geht, oder hilft dabei nur die Erfahrung?

Gansohr: Es gibt heutzutage eine sehr große Auswahl an Abdeck- und Abklebematerialien. Wichtig ist vor allem, dass man dabei nicht spart und lieber ein bisschen mehr Geld ausgibt. Bei billigem Abklebeband läuft beispielsweise oft die Farbe hinten rein. Hochwertiges Abdeckmaterial erspart einem am Ende viel Nacharbeit und mühsames Putzen.

 

Werner Gansohr

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