Gemeinderat
Verbot von Alkohol und Zigaretten für Kinder und Jugendliche in Bereichen von Fuchstal

Überall Kippen – das war das Fazit von Fuchstals Bürgermeister Erwin Karg, nachdem er sich mit dem Bauausschuss das Gelände rund um die Mittelschule und die Fuchstalhalle angeschaut hatte.

Die Gemeinde wolle es nicht länger dulden, dass Jugendliche dort rauchen und Alkohol trinken. Darum beschlossen die Räte in ihrer jüngsten Sitzung nun einstimmig das Verbot von Alkohol und Zigaretten für Kinder und Jugendliche im Bereich des Schulgeländes, des Kindergartens und der Schulanlagen.

Ein Sicherheitsdienst soll nun eingeschaltet werden, um das Einhalten des Rauchverbotes auch zu überwachen, wie Erwin Karg bekannt gab. 'Die Security kostet 190 Euro brutto monatlich', sagte der Bürgermeister. Das sei ein 'schwindend geringer Betrag'. Der Sicherheitsdienst würde zwei Mal wöchentlich vorbeikommen.

Laut Karg könne er die Ausweise der Jugendlichen, die mit Zigaretten anzutreffen seien, kontrollieren. Zu welcher Uhrzeit der Sicherheitsdienst kommen soll, sei noch unklar. Im Gespräch waren die Abendstunden.

Doch Gemeindejugendpfleger Moritz Hartmann hielt andere Uhrzeiten für sinnvoller: 'Da gibt es Zeiten, die geschickter sind', sagte er. Auch Fuchstals zweiter Bürgermeister, Norbert Kees, sprach sich für 'flexible Zeiten' aus.

Vor und nach der Schule

Hartmann glaubt, dass viele der Raucher Schüler der Mittelschule seien. Beliebte Zeiten, um in dem Gelände rund um die Schule zu rauchen, seien seiner Ansicht nach eher vor Schulbeginn am Morgen und nach Schulende gegen Mittag. 'Man hört überall, dass die Jugendlichen dort Alkohol trinken, nicht nur Bier, sondern auch Wodka', sagte Karg.

Der Sicherheitsdienst und das Rauchverbot seien Schritte, welche die Gemeinde unternehmen müsse. Für die Jugendlichen soll es laut Bürgermeister Karg, der über das Verbot auch mit dem Jugendamt gesprochen habe, auch eine Präventivmaßnahme geben: Die Jugendlichen könnten schriftlich eingeladen werden, um zwei Stunden lang über die Themen Rauchen und Alkohol aufgeklärt zu werden.

Moritz Hartmann begrüßte die Vorgehensweise der Gemeinde. 'Von den 14- bis 17-Jährigen rauchen 20 Prozent. Das ist ein Problem', weiß der Gemeindejugendpfleger. Dazu kommt: 'Ich habe keine ordnungsrechtlichen Befugnisse, darf keine Kippenschachteln abnehmen', sagte er. Größtenteils treffe er an besagten Plätzen rund um die Schule Fuchstaler an.

Was Hartmann jedoch positiv auffalle, sei, dass das Komatrinken zurückgehe. Das Verbot, das die Gemeinde verhängt, sehe er als 'Projekt'.

Bereits in einer vergangenen Sitzung beschäftigte sich der Gemeinderat mit dieser Thematik (wir berichteten). Dort signalisierte Karg, dass eventuelle Verstöße gegen das neue Verbot mit Platzverboten geahndet werden könnten.

Erwin Karg erhoffe sich nun auch die Unterstützung durch den Schulrektor. Er habe eine gewisse Mitwirkungspflicht. 'Wir haben noch eine lange Sitzung', warnte Karg die Gemeinderäte dann vor zu ausführlichen Diskussionen.

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