Mittelschule
Unterricht mit industriellem Hintergrund bei Hirschvogel in Denklingen

Einmal ein besonderes Werkstück herstellen, das man mit den Maschinen an der Schule nicht produzieren kann, hatten sich Mittelschullehrer Karl-Heinz Kohler und seine Neuntklässler aus dem Fuchstaler M-Zweig in den Kopf gesetzt. Einen aufgeschlossenen Partner fand Kohler wie schon bei anderen Projekten im Denklinger Unternehmen Hirschvogel Automotive Group. Nach längerer Planung und zwei Praxistagen im Hirschvogel-Ausbildungszentrum wurden 200 hochwertige Korkenzieher produziert, die Kohler und seine Schüler über ihre Klassenfirma vermarkten wollen.

Um den Schülern auf diese Weise den Weg aufzuzeigen, den eine industrielle Fertigung nimmt, beteiligte der Fuchstaler Fachbereichsleiter 'Technik' sie an den Abläufen. Zunächst wurde mit einer Handskizze der spezielle Korkenzieher entworfen, dann am Computer eine CAD-Zeichnung erstellt. Es folgten Gespräche im Ausbildungszentrum, nach denen einzelne Änderungen am Entwurf vorgenommen wurden.

An den zwei Produktionstagen, bei denen Fachlehrerin Ursula Hoehne die Schüler begleitete, durfte jeder der 17 Neuntklässler die acht Arbeitsschritte an den verschiedenen Maschinen selbst erfahren. Betreut wurden sie jeweils von einem Paten, einem Auszubildenden der Hirschvogel-Group. Gerade darin sieht Ausbildungsleiter Johann Reisacher auch einen der Vorteile für seinen Betrieb.

Durch dieses 'Lernen durch Lehren' könnten die jungen Menschen sich weiterentwickeln und ihr Selbstwertgefühl steigern. Erfreut zeigte Reisacher sich über die hohe Motivation der Schüler, denen man auf sehr anschauliche Weise die moderne Technik, den Arbeitsplatz und das Berufsbild hatte näherbringen können.

Lehrer Karl-Heinz Kohler wollte seine Schüler nicht nur für die Maschinen begeistern, sondern ihnen auch zeigen, dass ein Arbeitsplatz in der Metallverarbeitung heutzutage nichts mit 'öligen Fingern' zu tun hat. Er war angetan davon, mit welcher Begeisterung die Neuntklässler an diese Aufgabe herangegangen waren. 'Einige haben mich gefragt, ob sie nächste Woche gleich wieder nach Denklingen fahren dürfen', berichtet er zufrieden.

Es werde bestimmt eine Neuauflage geben. Dabei werde man in Absprache mit Reisacher die Schüler noch stärker in die Konstruktionsphase einbinden. Verkaufen wollen die Schüler die Korkenzieher und weitere Produkte ihrer Klassenfirma am 6. Mai auf dem Frühjahrsmarkt in Leeder. Der Erlös wird für die Abschlussfahrt verwendet.

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