Initiative
Umweltminister Söder zeichnet Jengen als «Gentechnikanbaufreie Kommune» aus

Die Gemeinde Jengen darf sich künftig mit dem Logo «Gentechnikanbaufreie Kommune» schmücken. Als eine von rund 150 bayerischen Kommunen erhielt Jengen diese Auszeichnung samt Urkunde vor Kurzem in Augsburg vom bayerischen Umweltminister Dr. Markus Söder verliehen. Bürgermeister Franz Hauck war bei der jüngsten Gemeinderatssitzung noch immer überrascht darüber. «Vor knapp drei Jahren haben alle Ostallgäuer Gemeinden einen Beschluss gefasst, auf Gentechnik zu verzichten. Warum jetzt ausgerechnet wir ausgezeichnet wurden, weiß ich nicht», sagte er.

Jengen darf als einzige Kommune im Landkreis das Logo verwenden - dank der Entscheidung, keine gentechnisch veränderten Pflanzen anbauen zu lassen. << Sie setzen ein wichtiges Signal für ein gentechnikanbaufreies Bayern >>, so Söder bei der Verleihung. Gentechnisch veränderte Pflanzen seien nicht vereinbar mit empfindlichen Naturräumen und der kleinräumigen bayerischen Landwirtschaft. Durch das Logo soll die gemeinsame Initiative in der Öffentlichkeit verstärkt wahrgenommen werden.

In Bayern, so Söder, habe es im vergangenen Jahr erstmals seit 1993 keine Freisetzung von gentechnisch veränderten Pflanzen gegeben. << Jetzt müssen wir sicherstellen, dass Bayern dauerhaft gentechnikanbaufrei bleiben kann >>, so der Minister weiter. Der Bund müsse dazu das Recht, eigenständig Abstände zwischen Feldern mit und ohne Gentechnik festlegen zu können, auf die Länder übertragen.

Die bislang verfügbaren, gentechnisch veränderten Pflanzen böten keinen Mehrwert für Landwirte. Stattdessen drohe die Landwirtschaft von globalen Saatgutherstellern abhängig zu werden. Söder: << Zudem sind Umweltrisiken und wirtschaftliche Risiken der Grünen Gentechnik nicht ausreichend geklärt. >>

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