Einzelhandel
Tradition liegt im Trend

Wer in diesem Jahr in Sachen Weihnachtsdekoration besonders im Trend liegen möchte, sollte sich mit Schmuck in lila, silber oder weiß eindecken. Diese Farben sind schon jetzt vorherrschend in Schaufenstern und Regalen, aber auch bei Adventskränzen. Doch obwohl die Händler entlang der Buchloer Bahnhofstraße mit der Zeit gehen, zeigt die Erfahrung, dass die Verbraucher meist Traditionelles bevorzugen.

«Unsere Kunden legen viel Wert darauf, dass der Schmuck auch zur Wohnung passt, deshalb wollen viele auch nicht jedes Jahr ein komplett neues Sortiment kaufen», weiß Angelika Wiedemann, Angestellte bei Haushaltswaren Greif: «Da wird eher mal ein einzelnes Stück dazugekauft, das gefällt.» Sie selbst ist dagegen schon kauffreudiger. Direkt «an der Quelle zu sitzen» verleite schon dazu, die neuesten Angebote mit nach Hause zu nehmen. Neben Artikeln in den Trendfarben sieht man dieses Jahr aber auch besonders häufig Fliegenpilze in allen Variationen. Ob als Tonfigur unterm Weihnachtsbaum, aus Holz für das Fensterbrett oder direkt an die Tanne als glänzender Baumschmuck. Das Jahrhunderte alte Glückssymbol ist wieder in. Was nicht heißen muss, dass es gleich zum Verkaufsschlager wird. «Für mich hat der Fliegenpilz nicht das geringste mit Weihnachten zu tun», findet eine Lamerdingerin, die es lieber traditionell mag.

«Wir haben schon mehrere Garnituren zu Hause, von rot über gold bis blau, aber es muss einheitlich sein.»

Wer gerne handwerklich aktiv wird, kommt in der Bastelstube von Christa Kirsch vom Malerbetrieb Josef Kirsch zwar auch an lila und silber nicht vorbei, kann aber vor allem mit Naturmaterialien arbeiten. Ob Filz, Tannenzapfen oder Holzrohlinge in Form von Rentieren und Engeln - heuer werden besonders alte Bastel-Techniken wieder aufgegriffen. «Bei uns dreht sich natürlich alles hauptsächlich um Farbe, wichtig ist aber, dass es gefällt. Wer das klassische Rot bevorzugt, sollte genau dieses auch verwenden», so Kirsch.

Das sehen Thomas und Monika Spaeth genauso. Das Ehepaar hat über die Jahre einiges an Dekomaterial zusammen gesammelt, mag es aber eher dezent. «Wir halten nichts von den amerikanischen Schmückmethoden. Bei uns steht kein Schlitten auf dem Dach, schöner ist es, wenn es im Haus gemütlich ist», findet Thomas Spaeth.

Immer wilder werden dagegen die Farben der bekannten «Weihnachtssterne», die auch Josef Götzfried vom gleichnamigen Blumengeschäft anbietet. Blau, orange, pink und mit Glitzer - die beliebte Pflanze wird immer ausgefallener gezüchtet beziehungsweise dekoriert. Was die Adventskränze betrifft, so hat Josef Götzfried keine Probleme mit den traditionellen Exemplaren. «Fast 80 Prozent meiner Kunden wollen immer noch den üblichen Kranz mit Ilex, Hagebutten, Äpfeln oder Efeu», weiß der Florist.

Bis zum eigentlichen Weihnachtsfest bleiben aber noch ein paar Wochen Zeit, um die richtige Wahl für die diesjährige Dekoration zu treffen.

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