Tag der offenen Tür
Tausende informieren sich über das Buchloer Unternehmen Hörmann

Zu Tausenden strömten die Besucher aus nah und fern gestern in den Buchloer Westen. Sie alle hatten das selbe Ziel: die Firma Hörmann. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens hatte das Unternehmen seine vielen Hallentore geöffnet und lud zur Besichtigung ein - ein Angebot, das offenbar nur allzu gerne angenommen wurde. Lockte neben vielen Informationen, unter anderem zu neuesten Errungenschaften in der Landwirtschaftstechnik und im Fotovoltaikbereich, auch ein buntes Rahmenprogramm mit Bierkisten-Stapeln, Quadfahren oder auch ein kleiner Streichelzoo.

Seit 1964 in Buchloe

«Wir wollten einfach allen Interessierten die Möglichkeit geben, sich zu informieren», sagte Geschäftsführer Rolf Hörmann bei der Eröffnung. Kurz blickte er dabei auf die Firmengeschichte zurück, die 1960 in Hörmannshofen bei Marktoberdorf begann. Mit dem Umzug 1964 nach Buchloe ging es steil bergauf. «Wir haben immer Schritt gehalten mit der Entwicklung in der Landwirtschaft», stellte Hörmann fest spannte den Bogen von den Schiebe-Metallgittern für Ställe (1960), über erste komplette Stallgebäude (1973) und den Einstieg in den Holzbau (1994) bis hin zur Nutzung der Fotovoltaik-Technik («eine Herzensangelegenheit meines Bruders Armin», 2003) und der Entwicklung von Energiehallen.

Nach dem plötzlichen Unfalltod seines Vaters Rudolf Hörmann im Jahr 1979 übernahm seine Mutter Centa die Verantwortung für den Betrieb. Zusammen mit Betriebsleiter Erwin Beutlrock habe sie das Unternehmen erfolgreich weitergeführt und damit das Fundament für eine solide Zukunft geschaffen.

Zwar habe die Firma seit 1996 auch einen Standort in Österreich, aber «wir wollen unser Heil nicht in der Ferne suchen, sondern stehen zum Standort Buchloe, wo wir groß geworden sind», versicherte Hörmann.

Einen Beitrag zur Stärkung dieses Standorts leiste die Firma unter anderem mit einer Ausbildungsquote, die um 50 Prozent über der durchschnittlichen deutschen Quote liege, sagte der Geschäftsführer. Derzeit gebe es rund 30 Lehrlinge im Betrieb.

Sie und auch die anderen rund 500 Mitarbeiter sollen in Zukunft weiter mithelfen, das Unternehmen voranzubringen. Potenzial sieht Hörmann etwa beim Hallenbau in Schwaben und Oberbayern. «Wir wissen aber auch um unsere Wurzeln», so der Geschäftsführer, «und werden die Landwirtschaft nicht vernachlässigen».

Die Mitarbeiter mitgenommen

«Die Firma Hörmann hat Buchloe mit geprägt», stellte die Landtagsabgeordnete Angelika Schorer fest. Gerade Centa Hörmann sei das «Musterbeispiel einer Frau, die zum richtigen Zeitpunkt angepackt hat». Sie habe in einer schwierigen Situation die Weichen für die Zukunft gestellt. Das Unternehmen Hörmann habe so stets «Antworten für die Zukunft gefunden und immer das richtige Gespür zu rechten Zeit bewiesen».

Als «Besonderheit» bezeichnete es die Politikerin, dass dabei die Mitarbeiter stets mitgenommen wurden und «hier nur wenig Fluktuation herrscht».

Nicht mit «Glanz und Gloria und geladenen Gästen» sondern mit den Mitarbeitern und Kunden zu feiern, das zeige, dass die Firma «stets authentisch geblieben ist», meinte auch Landrat Johann Fleschhut . Hörmann habe mit Buchloe einen «hervorragenden Wirtschaftsstandort im Herzen des Ostallgäuer Nordens» gewählt und sei ein «hervorragender Botschafter des Ostallgäus», betonte Fleschhut. Auch Bürgermeister Josef Schweinberger meinte: «Einen Hörmann-Stall zu besitzen, ist ein Prädikat.

» Die Firma könne auf eine «starke Familie mit vielen treuen Mitarbeitern zählen». Vor Centa Hörmann, der «Mutter des Unternehmens» verneigte sich der Bürgermeister und lobte die «weitsichtige Grundstückspolitik» der Geschäftsführung. Besonders dankte Schweinberger im Namen der Stadt für die «vielfältige Unterstützung von Vereinen und im sozialen Bereich».

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