Special Ostern ÜBERSICHT

Osternacht II
Stimmungsvoller Gottesdienst in der Hoffnungskirche

Schon frühmorgens um fünf Uhr versammelten sich die evangelischen Gläubigen am traditionellen Osterfeuer vor der Hoffnungskirche. Beim Eintritt in die Kirche selbst war wegen der Dunkelheit vorsichtiges Herantasten gefragt. Neben dem Altarraum hatte sich dabei der Gospelchor platziert und stimmte ein mit dem Taize-Lied «Bleibet hier und wachet mit mir».

Biblische Texte wurden lebendig vorgelesen und auch schauspielerisch dargestellt. Das Evangelium informierte auch die unregelmäßigen Kirchgänger über die Auferstehungsgeschichte. Mit dem Ruf «Er ist auferstanden» wurde die Osterkerze von Pfarrer Christian Fait und den Konfirmanden in die nun heller werdende Kirche getragen. Die vielen Teelichter und Kerzen im Kirchenraum wurden an der von Traudl Karrer gestalteten Osterkerze entzündet. Sprich: Das Osterlicht wurde geteilt. Der Gospelchor untermalte das mit «My Lord what a morning». Die Kirchengemeinde stimmte daraufhin ein in das Osterlied «Christ ist erstanden».

Traudl Karrer erläuterte, warum sie die diesjährige Osterkerze mit einem bunten Kreuz geschmückt hat: «Weil das Kreuz Sinnbild für die Gemeinde ist.» Das Kreuz im Zentrum der Kerze ist über und über besetzt mit bunten Mosaiksteinen, deren Farben Edelsteinen nachempfunden seien. So finden sich der Aquamarin, der Lapis und der Saphir auf dem Wachs wieder. «Denn wir sind kostbar für Jesus Christus», betonte Karrer.

Die Künstlerin hatte auch eine kleine Kerze für die katholische Partnergemeinde angefertigt, merkte Fait an. In ökumenischer Tradition wurde diese Kerze in die Stadtpfarrkirche gebracht, im weiteren Verlauf trafen in der Hoffnungskirche die beiden katholischen Abgesandten mit dem Kerzengruß ein. Die Tauferinnerung und das Abendmahl für alle Christen waren ebenfalls Bestandteil des evangelischen Osternachtsgottesdienstes.

In seiner Predigt erläuterte Pfarrer Fait den Gang zweier Männer nach Emmaus. Die beiden sinnieren in dem Text darüber, warum Gottvater seinen Sohn so elendiglich sterben ließ. Sie überlegen, ob es daran etwas Gutes zu finden gibt. Ein dritter, quasi überirdischer Mann gesellt sich dazu und leitet zu der Erkenntnis über, dass es immer Augenblicke der Wärme und des Lichts gebe. «Wir können davon zehren», riet Fait. Der Gospelchor leitete das Ende des Gottesdienstes ein. Anschließend ging es zum opulenten Osterfrühstück ins Dietrich-Bonhoeffer-Haus.

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