Waaler Advent
Still werden in einer hektischen Zeit

Froh waren die Besucher des Waaler Kirchenkonzerts, als sie am Sonntagabend in der Pfarrkirche St. Anna dem eiskalten Wind auf dem Marktplatz entfliehen konnten. Zunächst sorgten die Grundschulkinder der Bläserklasse Waal (unter Leitung von Georg Weihmayer) für wohlig-warme Klänge. Sie beeindruckten mit zwei Stücken von Jacob de Haan sowie dem eingängigen «Morgen kommt der Weihnachtsmann».

Die Mitte der Adventszeit

Pfarrer Christoph Rieder wies auf die Besonderheit des dritten Adventssonntags hin, der die Mitte der Adventszeit markiere. In der Liturgie höre man die Einladung zur Freude, zur Freude am Glauben und an Gott. Daher lud Pfarrer Rieder die zahlreichen Konzertbesucher zum Still-Werden in der hektischen Zeit ein. «In der Stille ist zu spüren, was die Freude ausmacht», sagte er. Die meisten Zuhörer im mit Kerzen beleuchteten Kirchenraum scheuten sich daher auch, nach jedem Musikstück zu klatschen. So klangen die Töne meistens in der Stille aus, was zum Genießen verführte.

Machtvoll und dynamisch

Das FTW-Ensemble der Musikgesellschaft Harmonie Waal (Leitung: Christoph Wanka) setzte die feierliche, gefühlvolle Stimmung fort und spielte eindringlich «Angel» von Williams/Chambers. Die machtvolle, aber immer auch dynamische und zurücknehmende Spielweise der Bläser beeindruckte von Anfang an. Die Stücke «Nessun Dorma» (Puccini) und «A Carol Fantasy» (Iveson) kamen in moderner Interpretation daher und wurden virtuos von der männlichen Bläserauswahl dargeboten - beim letzten Stück mit Dämpfern auf den Trompeten.

Der Waaler Kirchenchor unter Leitung von Franz Barta trug sehr präzise das fast hymnische Lied «Ich bete an die Macht der Liebe» vor. Hier war deutlich die exakt herausgearbeitete Stimmführung der Frauenstimmen und der Männerstimme erkennbar. Auch das weihnachtliche «Freuet euch all» trug zur festlichen Stimmung im Kirchenraum bei.

Der Satz «Gedanken zur Weihnacht» von Günter Guttenberg hatte viele Strophen und war dennoch durch deutliche Aussprache der Sänger gut verständlich; so hieß es: «Ich wär gern dabei gewesen, als der Heiland ward geboren».

Das Gesamtorchester der Musikgesellschaft Harmonie Waal (Leitung: Christoph Wanka) wechselte sich bei seinen Auftritten mit dem Chor und dem Ensemble ab, so war die unterschiedliche musikalische Darbietung interessant und abwechslungsreich.

Die Melodie weiter gegeben

Beim ersten Auftritt der «Harmonie», den «Barock Impressionen» von Josef Bönisch, brillierte die professionelle Spielweise des Erwachsenen-Blasorchesters.

Das zweite Stück, «Classic Tune» (Georg Stich) verdeutlichte, dass sämtliche Instrumentengruppen ihr Handwerk beherrschen, denn die Melodie wurde wunderbar «weitergegeben».

Auch die Lautstärke wurde bravourös als Stilmittel eingesetzt, denn sie steigerte sich bis zum Fortissimo, wurde aber ebenso leichtfüßig bis zum pianissimo zurückgefahren.

Perfekte Darbietung

Beim Stück «The Rose» (McBroom/Bernaerts) begann eine Solo-Trompete und leitete eine wunderschöne Interpretation ein. Bei «Nothing Else Matters» von James Hetfield/Lars Ulrich waren die älteren unter den Zuhörern sicherlich verleitet mitzusummen. Mit dieser perfekten musikalischen Darbietung endete auch schon der adventliche Abend in Waal.

Der gespendete Erlös des Konzertes soll dem Bläserklassen-Projekt der Grundschule Waal zugute kommen. Den Abschluss bildete ein von allen gemeinsam geschmettertes «Oh du fröhliche».

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