Spende
Sorge um Mangel an Blutkonserven am Buchloer Krankenhaus unbegründet

Jedes Jahr im Sommer macht die Meldung die Runde, dass ein Mangel an Blutkonserven besteht. Doch woran liegt das? Und was bedeutet eigentlich Mangel?

Obwohl man mit "Mangel" oft sofort etwas Negatives verbindet, beruhigen Mitarbeiter des Roten Kreuzes in Buchloe und des hiesigen Krankenhauses und erklären, wann man überhaupt von Defizit an Blutkonserven spricht und welche Konsequenzen das für einen Patienten hat.

'Im Notfall ist jeder versorgt', beruhigt Christiane Scheer, die Leiterin des Labors am Krankenhaus St. Josef in Buchloe. Oft sei das Wort 'Mangel' zu sehr negativ behaftet und 'jeder macht sich gleich Sorgen. Dabei können wir unser Depot decken.'

Am Krankenhaus sind im Normalfall 15 Blutkonserven mit je einem halben Liter Blut vorhanden. 'Knapp wird es wenn dann bei der Blutgruppe Null-Negativ', so Scheer. Diese sei eine der am häufigsten genutzte Blutgruppe, da 'man sie jedem Patienten mit jeder Blutgruppe zuführen kann.

Leider gibt es dafür aber nur wenige Spender'. Dennoch habe das Krankenhaus Buchloe immer vier bis fünf Konserven vorrätig.

'Heuer können wir noch nicht von einer Knappheit sprechen', sagt Scheer. Sollte es doch einmal so weit sein, werden laut der Laborchefin Operationen verschoben, die nicht sofort notwendig sind.

Weniger Spender im Sommer

Gerade im Sommer kommt es vor, dass der Blutvorrat knapp wird, 'weil dann zum einen viele potenzielle Blutspender in den Urlaub fahren und zum anderen häufiger Unfälle passieren, bei denen eine Blutkonserve notwendig wird', erklärt Claus-Peter Lang, Außendienst-Mitarbeiter beim Blutspendedienst.

'Aber wir haben im Voraus unsere Hausaufgaben gemacht und das Lager an Konserven aufgefüllt.' Die vergangenen Blutspendetermine in Buchloe und Waal seien gut besucht gewesen. Es klingt kurios, aber oft hänge es schlichtweg vom Wetter ab, ob Konserven weniger werden oder nicht.

'Wenn es wechselhafter ist, kommen mehr Menschen zum Spenden, anstatt zum Baden zu gehen oder Ausflüge zu machen', weiß Lang.

Seine Erfahrung als Organisator der Blutspende Termine in Südschwaben habe gezeigt, dass Familien eher gegen Ende der Sommerferien wegfahren, 'dann sollte keine Blutspende stattfinden'. Rund fünf Prozent der Bevölkerung geht Blutspenden, meint Lang.

'Das klingt drastisch, dass es nur so wenige sind. Generell sind unsere Termine gut besucht, aber es könnten noch ein paar mehr sein.' Blutspenden könne jeder.

Weitere Informationen gibt es über die Spender-Hotline des Blutspendedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes unter (0800) 11 949 11.

www.blutspendedienst.com

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