Gemeinderat
Seniorenwohnanlage mit 20 Einheiten in Asch geplant

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Eine Seniorenwohnanlage mit 20 Wohnungen möchte ein Investor in Asch errichten und hierzu einen Bauernhof in der Dorfstraße erwerben, der sich im Gemeindebesitz befindet. Auch wenn die Gemeinderäte früher signalisiert hatten, dass sie eine derartige Nutzung für dieses Gebäude ausdrücklich anstreben, es gab sogar schon eine entsprechende Musterplanung, stieß die Bauanfrage auch auf Einwände. Am Ende verständigten sich die Räte dann jedoch zumindest darauf, dass sie dem Vorhaben grundsätzlich positiv gegenüber stehen und die hierfür notwendige Änderung des Bebauungsplans in Betracht ziehen.

Anfang 2009 hatte die Gemeinde das zuvor schon etwa zehn Jahre leer stehende Anwesen erworben, um unerwünschte Entwicklungen im Ortskern zu verhindern.

Nachdem das Gebäude wohl nicht mehr zu sanieren ist, war es zumindest der Wunsch der Gemeinderäte, dass nach einem Abriss auf dem Grundstück nicht mehrere kleine Häuser gebaut werden sondern ein ähnlich mächtiger Baukörper. Diesem Anliegen trug der Antragsteller in seiner Planung Rechnung.

Er verwies in seinem Schreiben an den Gemeinderat zudem auf die guten Voraussetzungen für das Projekt, denn vom Standort aus sind eine Metzgerei, ein Lebensmittelmarkt, die Kirche, die Bushaltestelle, Ärzte und eine Apotheke zu Fuß erreichbar. Außerdem sind im Fuchstal Pflegedienste vorhanden.

In einigen Jahrzehnten wird es zu den Pflichtaufgaben einer Gemeinde gehören, für solche betreuten Wohnungen zu sorgen, befürwortete Bürgermeister Erwin Karg das Vorhaben.

Es handele sich um einen Eingriff ins Dorf und es werde sicher auch Gegner geben, stellte er weiter fest. Aufgrund der Größe des Vorhabens sei die Änderung des Bebauungsplans notwendig, man könne jedoch so wie in der Gemeinde Pürgen ein Sondergebiet 'Betreutes Wohnen' ausweisen.

Rat Josef Weber störte sich allerdings an der Größe der geplanten Wohnungen, die bei 70 bis 80 Quadratmeter liegt.

Diese könnten dann ebenso von Familien genutzt werden und dann sei es ungerecht gegenüber anderen Eigentümern in den Ortskernen, denen man für ihre ehemaligen Bauernhäuser gerade sechs oder sieben Wohneinheiten zubillige.

Es würde ihn freuen, wenn es in der Anlage auch zu einer Altersmischung käme, entgegnete hingegen Zweiter Bürgermeister Norbert Kees auf diesen Einwand und lobte die Planung, bei der die ortsbildprägende Wiederkehr erhalten bleibt.

Georg Harrer schlug vor, dass man in der Anlage zusätzlich auch noch kleinere Wohnungen für junge Leute vorsehe. Weber und Rupert Turrina bemängelten weiter, dass die Gemeinde keine Einflussmöglichkeiten habe, wer die Wohnungen kaufe. Rätin Carmen Heilmann-Hagen schlug deshalb vor, für Fuchstaler ein Vorkaufsrecht einzurichten.

Der Antrag von Turrina, zunächst noch einen Vertreter der Gemeinde Germaringen einzuladen, um dort bei einem ähnlichen Projekt gemachte Fehler in Erfahrung zu bringen, wurde mit elf zu drei Stimmen abgelehnt.

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