Jubiläum
Seit 30 Jahren treffen sich die Senioren des Bezirksverbands der Hörgeschädigten Schwaben in Buchloe

Es gibt einen Unterschied zwischen einem hörgeschädigten Menschen und einem Gehörlosen: Beim Hörgeschädigten ist noch ein Rest an Hörfähigkeit erhalten, beim gehörlosen Menschen nicht. Die insgesamt knapp 70 000 Schwerhörigen und Gehörlosen in Bayern wollen beziehungsweise müssen dennoch wie selbstverständlich am Leben teilnehmen. Dies ist aber nicht immer ganz einfach, wie beim 30. Jubiläumstreffen der Senioren des Hörgeschädigten-Bezirksverbandes Schwaben im Gasthaus Eichel herauszuhören war.

Das wichtigste Hilfsmittel im Kontakt mit der Außenwelt ist die Gebärdensprache, die als das Haupthilfsmittel der Kommunikation zu den Hörenden gilt. Matthias Bodenmüller aus Augsburg, Seniorenbeauftragter des Bezirksverbandes Schwaben, hatte deshalb extra 'seine' Kommunikationsassistentin Vanessa Schneider aus Mering, Studentin der Gehörlosenpädagogik in München, mitgebracht. Mit ihrer Hilfe konnten Stadtrat Anton Kögel und andere Gäste problemlos der ansonsten recht ruhigen Jubiläumsfeier folgen.

Als Zeichen für Beifall und Zustimmung winkten die Festgäste beispielsweise mit den Händen.

Bodenmüller, der seit 2006 schwäbischer Seniorenbeauftragter ist, begrüßte die knapp 100 Gäste im Saal, darunter zahlreiche Verantwortliche von den südbayerischen Hörgeschädigten- und Gehörlosen-Verbänden.

Außerdem richtete der Pastoralreferent des bischöflichen Seelsorgeamtes für Hörgeschädigte aus Augsburg, Michael Geisberger, einige Worte an die Jubilare. Auch er beherrscht die Gebärdensprache. Wichtig sei, so Geisberger, die Solidarität mit den Verstorbenen, deshalb regte er ein kurzes Gedenken in Stille an. Und er habe zwei Informationsangebote mitgebracht: eine Auflistung aller monatlichen Sendungen mit Untertiteln im Fernsehen und eine Einladung zu einem Besinnungstag in Augsburg (13. November).

Es handele sich bei dem Treffen um 'ein Thema nur für mutige Menschen – Hospiz, ambulante und stationäre (Hospiz)pflege und Seniorenheime', gab Geisberger zu bedenken.

Stadtrat Anton Kögel wies auf die Aufwertung des Stadtbildes durch die bald fertiggestellten zwei Kreisel-Kunstwerke in der Bahnhofstraße hin und freute sich, dass die Hörgeschädigten so treu der Stadt Buchloe verbunden seien.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen