Eishockey
Schwach gespielt und doch gewonnen

«Unerklärlich» fand Buchloes Trainer Norbert Zabel die schwache Leistung seiner Mannschaft am Freitagabend im Heimspiel gegen Germering. Seinen Cracks reichten jedoch vier starke Minuten im Mitteldrittel, um schließlich mit 4:2 (0:0/3:2/1:0) die Oberhand zu behalten.

Zabels Gegenüber, Brian Ashton von den Wanderers des EV Germering, meinte bei der Pressekonferenz nach dem Spiel, dass mit seinem «Low-Budget-Team» derzeit einfach nicht mehr drin sei.

In Bestbesetzung aufgelaufen

Die Buchloer Pirates traten vor 300 Zuschauern in Bestbesetzung an. Es fehlte lediglich Matthias Strodel. Im Tor erhielt Fritz Hessel den Vorzug, nachdem Florian Warkus erst seit einer Woche wieder im Training ist.

Von Beginn an nahmen die Buchloer das Heft in die Hand und erspielten sich einige Chancen. Nachdem das Schussglück fehlte, verpuffte aber der Anfangselan. So kam es zu einer Schrecksekunde, als ein Schuss der bis dato harmlosen Germeringer Hessel durch die Schoner rutschte. Kapitän Bohdan Kozacka klärte aber noch vor der Torlinie (18. Minute).

Nach der ersten Pause versiebte Thorsten Rau eine große Chance im Powerplay (22.). Mit einem Schrägschuss von Daniel Schury gingen die Gäste dann überraschend in Führung (23.). Sekunden später hätte Schury gegen konfuse Buchloer gleich noch mal nachlegen können, scheiterte aber mit der Rückhand.

Druckloses Powerplay

Zum Glück bekamen die Piraten danach wieder eine Überzahlgelegenheit, bei der sie schön, aber wirkungslos spielten. «Mit Hacke, Spitze, eins, zwei, drei geht es halt nicht», sagte Zabel später und meinte damit auch das drucklose Powerplay.

So musste der Zufall beim Einsatz der dritten Sturmreihe helfen, um zum Ausgleich zu kommen: Nach klugem Pass von Michael Strobel lenkte Christian Warkus einen Schuss von Thomas Spegele ins Germeringer Tor ab (29.).

Mit einem toll herausgespielten Treffer gingen die Freibeuter dann aber in Führung: Verteidiger Sven Curmann schaltete sich in die Offensive ein. Seine Hereingabe verwertete Thomas Fortney zum 2:1 (30.). Nun lief es bei den Buchloern und sie setzten den Gegner unter Druck. Nach einer verunglückten Abwehr landete der Puck bei Kozacka, der nicht lange fackelte und zum 3:1 einschoss (33.).

Mit einem etwas glücklichen Treffer von der blauen Linie kamen die Wanderers dann aber wieder heran: Verteidiger Matthias Dosch verkürzte zum 2:3 (38.). 16 Sekunden vor der Pausensirene hätte Tobias Kastenmeier den Zwei-Tore-Abstand wieder herstellen können. Wie bei einem Penalty war er plötzlich allein vor Keeper Christoph Schedlbauer, blieb aber nur zweiter Sieger. Im Schlussdrittel lieferten beide Mannschaften den Beweis, warum ihre Offensiven nach der Torstatistik derzeit zu den schwächsten der Liga gehören.

Angriff nicht zu Ende gespielt

Während die Germeringer trotz nur eines Tors Rückstand kaum Gefahr vor Hessel erzeugen konnten, fehlten auch bei den Buchloern klar zu Ende gespielte Angriffe, um die Partie zu entscheiden. Wenigstens blieb so die Spannung erhalten.

Als die Gäste kurz vor Spielschluss den Torwart vom Eis genommen hatten, erzielte Peter Westerkamp zehn Sekunden vor der Sirene das 4:2 - sehr uneigennützig bedient vom durchgebrochenen Fortney.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by Gogol Publishing 2002-2020