Haushalt
Schuldenabbau in Jengen schreitet voran

Der Schuldenstand der Gemeinde Jengen ist weiter zurückgegangen und soll zum Ende des Jahres nur noch 3,55 Millionen Euro betragen. 2006 war Jengen noch mit 6,2 Millionen Euro verschuldet. Seitdem ist die Verschuldung jährlich zurückgegangen. Bürgermeister Franz Hauck sprach daher bei der jüngsten Sitzung von einer 'positiven wirtschaftlichen Entwicklung'.

Zur weiteren Verbesserung der Finanzsituation sei die Kommune aber angehalten, den eingeschlagenen Konsolidierungskurs weiter fortzuführen. Jengen hatte zum 31. Dezember 2011 mit 1704 Euro die höchste Pro-Kopf-Verschuldung in der Verwaltungsgemeinschaft (zum Vergleich: Lamerdingen 364 Euro, Waal 1225 Euro, Buchloe 1656 Euro).

Christoph Echter von der Kämmerei der VG stellte die einzelnen Punkte vor. Der Jengener Haushalt 2012 hat ein Gesamtvolumen von 4,9 Millionen Euro. 2,9 Millionen Euro fallen dabei auf den Verwaltungshaushalt, in dem die laufenden Einnahmen und Ausgaben der Kommune aufgeführt sind.

Bei den Ausgaben im Verwaltungshaushalt schlagen vor allem die Umlage an den Landkreis (753 000 Euro), die Personalkosten (506 000 Euro), die Gewerbesteuerumlage (130 000 Euro) und die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft (221 000 Euro) zu Buche.

Wichtige Einnahmen in diesem Bereich sind der gemeindliche Anteil an der Einkommenssteuer, der mit 900 000 Euro wegen der Neufestsetzung der Schlüsselzahlen um 76 000 Euro gestiegen ist, und die Grundsteuern (296 000 Euro).

Bei der Gewerbesteuer könne derzeit noch nicht beurteilt werden, ob das sehr positive Ergebnis des vergangenen Jahres (600 000 Euro) erreicht wird.

Laut Echter wird aber von einem Betrag in Höhe von mindestens 450 000 Euro ausgegangen. Erwartungsgemäß ist die Schlüsselzuweisung im Jahr 2012 um weitere 51 400 Euro auf nun insgesamt 286 000 Euro zurückgegangen.

'Das liegt an der positiven Einnahmeentwicklung Jengens 2010', erklärte Echter. Wegen des guten Ergebnisses 2011 werde sich diese Entwicklung wohl auch im kommenden Jahr fortsetzen.

Der Jengener Vermögenshaushalt, der die Einnahmen und Ausgaben der Gemeinde für Investitionen dokumentiert, umfasst einen Gesamtbetrag von 1,92 Millionen Euro. 1,42 Millionen sind im Haushaltsplan 2012 für Investitionen vorgesehen.

Zur Finanzierung muss aus den allgemeinen Rücklagen ein Betrag in Höhe von 447 000 Euro entnommen werden. Damit bleiben zum Ende des Jahres 343 000 Euro an Rücklagen.

Eine Darlehensaufnahme ist nicht erforderlich. Für Zinsen und Tilgungen sind 649 000 Euro veranschlagt. Ausgaben tätigt die Kommune in diesem Jahr für den Umbau des Kindergartens Weinhausen zur Errichtung einer Krippengruppe (59 000 Euro).

Dazu sind verschiedene Straßenbaumaßnahmen mit 211 000 Euro veranschlagt, etwa 62 000 Euro für den Gehweg an der Kardinalstraße. Zu Beginn des laufenden Jahres wurden die bereits im vergangenen Jahr vorgesehenen Maßnahmen im Mehrzweckgebäude umgesetzt.

Neben der Erneuerung der Heizungsanlage wurde auch die Errichtung eines Notausgangs (Fluchttreppe) verwirklicht. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 45 000 Euro. Der größte Teil der Einnahmen geht aus Grundstücksverkäufen (666 000 Euro) und Erschließungsbeiträgen (303 000 Euro) hervor.

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