Berufsinfotag
Rekordbeteiligung beim «Berufsinfotag» des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft

Die Unternehmen gieren nach gutem Nachwuchs. Das zeigte sich beim 22. Berufsinfotag des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft in den Räumen der Kaufbeurer Sparkasse am Sonntag. Mit 47 Ausstellern gab es eine Rekordbeteiligung bei den Unternehmen. «Der Berufsinfotag hat sich als entscheidende Schnittstelle zwischen Schule und Beruf etabliert», so Sparkassenchef und Arbeitskreisvorsitzender Winfried Nusser zur Eröffnung der Berufsbörse, die den ganzen Tag von Jugendlichen und Eltern trotz des schönen Wetters bevölkert war. Der Berufsinfotag zeige jedes Jahr auch die neuen Entwicklungen in der Ausbildung auf, sagte Nusser. Neben den Unternehmen aus Handwerk, Handel, Dienstleistung und Industrie sowie den Behörden wurden auch rund 150 Berufsbilder vorgestellt.

Sein Vorstandskollege Rudolf Wisbauer, der die Schulen im Arbeitskreis repräsentiert, betonte, wie wichtig der frühe Kontakt zu den Unternehmen für die Jugendliche sei. «Die Informationswege sind heute vielfältig», sagte er und nannte die Bemühungen der Schulen, aber auch die Möglichkeiten des Internets. «Unser Berufsinfotag ist jedoch einmalig», so Wisbauer. «Im direkten Gespräch können hier erste Kontakte geknüpft werden.»

Für den Kaufbeurer Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke ist «Bildung eine Zukunftsaufgabe». Der Berufsinfotag werde dabei beiden Seiten gerecht - den Schulabgängern und den Unternehmen, denen der Mangel an Fachkräften angesichts des demografischen Wandels zu schaffen mache. «Hier zeigt sich deshalb auch ein Spiegelbild des Mittelstands», so Stracke.

Sowohl für die Unternehmen als auch für die Berufsanfänger sei es ein Glück, wenn sie den jeweils richtigen Partner bei der Berufsausbildung finden, meinte Oberbürgermeister Stefan Bosse: «Und manchmal muss man dem Glück auf die Sprünge helfen.» Dafür sei die Veranstaltung des Arbeitskreises der richtige Ort.

Dass die Unternehmen immer neue Wege auf der Suche nach dem beruflichen Nachwuchs gehen, zeigte sich dort ebenfalls: Das Unternehmen Dobler, Betreiber mehrerer Firmen- und Technologieparks im Allgäu, informierte nicht nur über die eigenen Ausbildungsberufe, sondern auch über die ihrer Mieter. «Wir zeigen hier eine große Vielfalt», so Bernd Reger von der Firma Dobler. Erstmals präsentierte sich das Neugablonzer Unternehmen Mouldtec Kunststoff auf dem Berufsinfotag.

Der Betrieb mit mehr als 120 Mitarbeitern wolle sich auf diesem Wege in Kaufbeuren und Umgebung als Ausbildungsbetrieb bekannter machen, so der kaufmännische Leiter Christian Wagner. «Interesse bei den Besuchern wecken wir mit Produkten, die jeder kennt» - darunter Einkaufswagenpfandsysteme, Kleiderbügel und Kunststoffverschlüsse.

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