Zweckverband
Obere Singoldgruppe bekommt bald Wasser aus Landsberg

Nur noch wenige Wochen, dann soll Trinkwasser aus Landsberg nach Waal, Honsolgen, Hausen, Bronnen sowie Unter- und Oberdießen fließen. Das war die wesentliche Botschaft aus der jüngsten Sitzung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Oberen Singoldgruppe, zu der diese Orte gehören. Verbandsvorsitzender Alois Porzelius hatte die Zweckverbandsvertreter ins Gemeindehaus nach Waal eingeladen.

Als Experte stand Martin Michl, Leiter Bau und Betrieb der Stadtwerke Landsberg, zur Verfügung. Er gab auch Sachstandsberichte zu den verschiedenen Tagesordnungspunkten. Die Anbindung an die Wasserversorgung der Stadt Landsberg sei 'sehr, sehr weit' gediehen.

Lediglich einige kleinere technische Details müssten noch geregelt werden, dann könne die Inbetriebnahme erfolgen. Das Wasser sei keimmäßig völlig in Ordnung, so Michl, man wolle aber noch weiter spülen, um ein noch besseres Ergebnis zu erzielen.

Die Verbandsmitglieder einigten sich darauf, dass vor Beginn der Wasserlieferung das gesamte Rohrnetz von einer externen Firma geprüft werden solle. Dann müsse der Wasserlieferungsvertrag unterzeichnet werden, anschließend könne der Landsberger Wasserhahn aufgedreht werden.

Voraussichtlich werde dies im Mai sein. Der Strom zum Betrieb der Pumpstation (etwa 80 000 Kilowattstunden pro Jahr) soll zunächst ebenfalls aus Landsberg kommen, im nächsten Jahr dann ein Gesamtpaket ausgeschrieben werden.

Die externe Vergabe der Überprüfung des Leitungsnetzes mache Sinn, so die Verbandsmitglieder einstimmig, da mit verbandseigenen Prüfgeräten nie die Genauigkeit erzielt werden könne, wie mit den technischen Möglichkeiten einer Fachfirma.

Dass die Rohrnetzüberprüfung erforderlich ist, zeigen die enormen Wasserverluste in dem insgesamt 135 Kilometer langen Netz. Allein innerorts versickerten im vergangenen Jahr 36,4 Prozent des kostbaren Nasses und damit mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Zum Teil, so Michl, könne dies durch die Bauarbeiten im vergangenen Jahr erklärt werden.

Ursache war die nicht funktionierende Datenübertragung der Wasserliefermengen an die Zweckverbandsgemeinden an den Übergabeschächten, da die Deutsche Telekom ihr Datenübertragungssignal geändert hatte. Die Fehlerbehebung dauerte rund drei Monate. Diese Daten werden ansonsten täglich ausgewertet.

Ausgiebig diskutierten die Verbandsmitglieder die Frage der Kündigung des mit den Stadtwerken Landsberg abzuschließenden Wasserlieferungsvertrages. Der Vertrag läuft bis 2042 und soll sich, so das Gremium, um drei Jahre verlängern, wenn er nicht zwei Jahre vor Ablauf gekündigt wird. Weitere Themen in der Sitzung waren unter anderem:

Anträge: Zwei Anträge auf Teilbefreiung von der Benutzung der öffentlichen Wasserversorgung wurden befristet bewilligt.

Erneuerung: Bevor die Jengener Straße in Waal erneuert wird (Baubeginn Mitte Mai) sollen die im alten Ortskern verlegten Wasserleitungen auf einer Länge von etwa 200 Metern ausgetauscht werden. Die Kosten belaufen sich auf etwa 50 000 Euro. Erneuert werden sollen auch 20 Meter Leitung zur Entleerung des Hochbehälters in Oberdießen (Kosten: rund 4000 Euro).

Enthärtung: Der Zweckverband Obere Singoldgruppe strebt nicht an, eine zentrale Wasserenthärtungsanlage (wie in Buchloe diskutiert) zu installieren. Dies dürfte gerade für die Bürger in Honsolgen und Hausen von Bedeutung sein.

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