Ausstellung
Neue Holzschnitte von Joachim Feldmeier in Galerie Fuchstal

Mit einem Werkstattfest beschloss Joachim Feldmeier sein künstlerisches Holzschnittjahr. Bevor er sich neuen Projekten zuwendet, ermöglicht eine aktuelle Ausstellung einen Überblick auf sein Schaffen der vergangenen Monate.

Joachim Feldmeier entlockt dieser alten Technik nun seit über 30 Jahren immer wieder neue Aspekte. Dabei konkurriert er sowohl mit der Fotografie als auch mit der Malerei. Wie selbstverständlich verbindet er das Hochdruckverfahren mit der modernsten Computertechnik.

Dabei liegt der Drucktechnik seit über 600 Jahren das gleiche, einfache Verfahren zugrunde: Aus einer Holzplatte, dem Druckstock, werden alle Partien herausgeschnitten, die nicht gedruckt werden sollen. So bleibt das Motiv als hochstehendes Relief übrig, das mit Druckfarbe eingefärbt und mittels Walze oder Presse auf Papier gedruckt wird.

Kennzeichen für den originalen Hochdruck ist die leichte Prägung, die sich auf der Rückseite des Papiers abzeichnet. Während früher ein Team, bestehend aus Zeichner, Holzschneider und Drucker, zusammenarbeitete, übernimmt Feldmeier heute alle drei Professionen.

Welche Vielfalt er durch seine Experimentierfreude und technische Perfektion erreicht, das zeigt die aktuelle Ausstellung. Neben der Reihe der fast fotografisch anmutenden Dörfer, die charakteristische Stimmungen und Farbklänge von Urlaubsregionen einfangen, schafft er mit der Holzschnittserie 'Wiesenstücke' malerische Blumenbilder.

Er druckte bis zu zwölf unterschiedliche Platten übereinander, sodass die Farbschichten zu einer dichten Farbigkeit verschmelzen. Während sich hier immer wieder andere Blumen und Blätter zeigen, präparierte Feldmeier für seine Variationen der Motivreihe 'Utopie' vier verschiedene Druckstöcke, die er unterschiedlich kombinierte.

In diesen Arbeiten wirkt vor allem der zarte Hintergrund, der in immer neuen Farbklängen und zarten Farbverläufen Stimmungen von Tages- und Jahreszeiten suggeriert.

Neben der Werkgruppe der Stillleben, zu denen es auch übermalte Unikate gibt, sind vor allem die großformatigen Architekturmotive bemerkenswert. Die Stahl- und Glaskonstruktionen der hoch aufragenden Gebäude bekommen mittels des Holzschnitts einen anderen Charakter.

Nach seinem Studium begann Joachim Feldmeier 1983, mit dem Holzschnitt zu arbeiten. Seine Druckgrafiken befinden sich heute in zahlreichen Sammlungen, wie zum Beispiel in der Staatlichen Grafischen Sammlung in München.

Öffnungszeiten 'Malerische Farbholzschnitte' ist bis zum 24. Oktober in der Galerie Fuchstal in Asch, Gewerbestraße 15, zu sehen. Geöffnet ist die Galerie Mittwoch 16 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 12 Uhr.

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