Verkehrstag Nachgefragt
Nachgefragt zum Verkehrssicherheitstag am 9. September in Buchloe

Herr Queck, der Verkehrssicherheitstag findet im Rahmen des Bundesprogramms «Mobil bleiben, aber sicher» statt. Was genau bedeutet das und warum findet er jährlich statt?

Queck: Es ist immer wieder wichtig, den Auto-, Radfahrern und Fußgängern zu zeigen, auf was es im Verkehr ankommt. Jeder Einzelne muss lernen, sich selbst richtig einzuschätzen. In Deutschland gibt es noch keine gesetzlich geregelte Nachprüfung zur Verkehrssicherheit. Wir bieten also die Möglichkeit, sich und beispielsweise seine Sehleistung zu testen. Denn gerade die älteren Verkehrsteilnehmer müssen nicht aufgrund verminderter Sehleistung aufhören, Auto zu fahren, sie müssen nur etwas dagegen tun.

Warum ist gerade die Sehleistung im Straßenverkehr so wichtig?

Queck: Wer schlecht sieht, übersieht schon mal ein Verkehrsschild oder Kinder, die am Straßenrand stehen. Das kann Unfälle verursachen. Deshalb wird am Freitag ein Optiker vor Ort sein, der einen Sehtest macht.

Auf was kommt es im täglichen Verkehr noch an?

Queck: Wichtig ist auch die Reaktionszeit. Gerade ältere Fahrer tun sich oft schwer, den Verkehr und sich selbst richtig einzuschätzen und reagieren zu spät.

Sie sagen, dass gerade ältere Fahrer sich oft schwer tun

Queck: Ja, das ist richtig. Während es früher eine Ausnahme war, dass beispielsweise ein 80-Jähriger Auto fährt, ist es heute die Regel. Mobilität wird zudem immer wichtiger, auch im hohen Alter. Je älter man wird, desto geringer wird beispielsweise die Reaktionsfähigkeit. Auch die Anzahl der Diabetes- oder Bluthochdruckerkrankungen nimmt zu, das kann fatale Folgen haben. Ich spreche aus Erfahrung und weiß, worauf gerade die älteren Leute achten müssen. Diese Tipps gebe ich gerne weiter.

Was kann beispielsweise ein 40-jähriger Fahrer noch verbessern?

Queck: Bei unserem Verkehrstag geht es nicht nur um Senioren, sondern auch um diejenigen, die zum Beispiel erst seit rund 20 Jahren Autofahren. Bei der ganzen Routine vergisst man schon mal die ein oder andere Verkehrsregel oder die grundlegenden Erste-Hilfe-Maßnahmen. Die wollen wir wieder auffrischen, deshalb bietet eine Fahrschule auch eine kostenlose, theoretische Verkehrsprüfung an, die auch für die noch älteren interessant ist.

Sie sind seit zehn Jahren ehrenamtlich als Leiter dieses Sicherheitstages dabei. Wie hat sich Ihrer Meinung nach der Verkehr seither verändert?

Queck: Während früher die Autos weniger gut ausgestattet waren, gibt es heutzutage überall einen Airbag oder ABS. Viele wissen gar nicht, wie die Systeme funktionieren. Außerdem werden manche Autofahrer immer ignoranter, der Verkehr hektischer. Nach jedem der bislang zehn Verkehrssicherheitstage sind die Menschen meiner Meinung nach mit einem guten Gefühl nach Hause gegangen und wussten, was sie ändern müssen oder worin sie gut sind. Ein Besuch am Freitag lohnt sich. Es wird mehr geben, als es an Zeit kostet.

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