Auftritt
Musikverein Weicht zeigt sein Können

Bestens kam das Weihnachtskonzert des Musikvereins Weicht unter Leitung von Thomas Lang beim Publikum im Jengener Gemeindehaus an – auch wenn es einige (angenehme) Überraschungen enthielt, die so nicht auf dem Programmzettel standen. Dominic Schorer, in seinem ersten 'Dienstjahr' stehender Erster Vorsitzender, ließ es sich nicht nehmen, zusammen mit seinem Stellvertreter Robert Müller, dem Vorgängerteam im Amt, Christoph Müller und Georg Mayr, die gemeinsam zwölf Jahre lang die Geschicke des Vereins geleitet hatten, zu danken.

Als besonderes 'Geschenk' gab es für beide das jeweilige Lieblingsstück, mal zum Dirigieren, mal einfach zum Mitspielen. Wie mit einem Augenzwinkern angemerkt wurde, sei es nicht leicht gewesen, diese 'Überraschungen' angesichts des sehr zuverlässigen Probenbesuchs der Geehrten geheim zu halten.

Als 'Vorgruppe' hatte die Jugendkapelle Jengen-Weicht-Ketterschwang, ebenfalls unter Leitung von Thomas Lang, mit zwei Stücken einen gelungenen Auftritt: In 'Andrew Lloyd Webber in concert' mit bekannten Ohrwürmern aus 'Phantom der Oper' und 'Cats' leisteten die Nachwuchsmusiker weit mehr als nur eine brave Umsetzung des Notentextes, sondern gestalteten zupackend, sicher und ausdrucksstark. Gleiches galt für 'The Universal Band Collection', eine Pop- Suite, in der man flott und griffig Tanzrhythmen realisierte.

Die 'Großen', die im zu Ende gehenden Jahr bei Wertungsspielen einen beeindruckenden Einstand im Oberstufen-Bereich abgeliefert haben, bestätigten danach in der 'Polnischen Weihnachtsmusik' von Johan de Meij und den 'Variationen über ein koreanisches Volkslied' von John Barnes Chance, die nach ASM-Richtlinien sogar noch als Höchststufen-Selbstwahlstück eingruppiert sind, dass dieser 'Aufstieg' keine Eintagsfliege war, sondern das Ergebnis einer soliden und erfolgreichen musikalischen Entwicklung. Dicht, festlich und versehen mit slawischer Melancholie wurde die 'Weihnachtsmusik' präsentiert.

Mit Charme, exotisch-raffinierten Perkussions-Effekten und einer insgesamt sehr farbigen Instrumentation und Satztechnik entpuppten sich auch die 'Variationen' als höchst reizvolles Hörerlebnis.

Nach der Pause setzten die Musiker die Reise nach Osteuropa mit Modest Moussorgskys 'Das große Tor von Kiev' schlüssig fort: Der pompöse und feierliche, aber auch innige, leise-sakrale Töne enthaltende Schlusssatz aus dem berühmten Zyklus 'Bilder einer Ausstellung' wirkte wie die natürliche Fortsetzung der 'Polnischen Weihnachtsmusik' und wurde unter Langs Stabführung dynamisch gut ausdifferenziert in Klang umgesetzt.

Die sogenannte leichtere Muse stand im zweiten Teil des Abends – durch den sympathisch die Moderatorinnen-Gespanne Kathrin Müller und Franziska Baumann (Jugendkapelle) beziehungsweise Simone Mayr und Annalena Haußer (Musikverein) führten – im Vordergrund: Die Marschpolka 'Stunden, die man nie vergisst' und der 'Veteranen-Marsch' aus Moschs Feder erklangen stilsicher und zupackend. 'Songs of the Wizz' von Quincy Jones beziehungsweise Charlie Smalls, zeigte sich als pfiffiges Feuerwerk an musikalischen Einfällen und mit Tonarten- und Rhythmuswechseln.

Beim Stück 'You raise me up' überzeugte die 14-jährige Kathrin Müller mit ausdrucksstarker, trag- und wandlungsfähiger Stimme als Gesangssolistin.

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