Jahreskonzert
Musikverein Jengen präsentiert sich eindrucksvoll im Gemeindehaus

Klangorientiertes Musizieren wird auch an der sogenannten Basis immer mehr zu einer Selbstverständlichkeit. Die Besucher im fast ausverkauften Jengener Gemeindehaus konnten sich beim Jahreskonzert des Musikvereins Jengen davon überzeugen. Auch die Jugendkapelle Jengen-Weicht-Ketterschwang, die wie so oft als Vorgruppe agierte, präsentierte sich unter Thomas Lang mit einem äußerst tragfähigen Sound, den man in Jungbläsergruppen nicht häufig findet. Schon die zügige Art des Einstimmens zeigte, dass hier Jugendliche saßen, die ihr Hobby ernst nahmen.

Lang hatte zwei Stücke ausgewählt, in denen moderne Tanzrhythmen dominierten: 'Costa del Sol' von Dick Ravenal und die Suite 'The Universal Band Collection' von Jacob de Haan. Die Dankesworte des Jengener Vorsitzenden Norbert Lang waren voll und ganz nachvollziehbar: 'Thomas, ich glaube, den Jungmusikern macht es einen Riesenspaß mit Dir.'

Die ersten beiden Stücke des Musikvereins Jengen erklangen auch beim Wertungsspiel des diesjährigen Bezirksmusikfestes in Dösingen und man erkannte schnell, weshalb das Orchester mit einer 'Auszeichnung' belohnt wurde. Die 'Festival Ouverture' von Hans van der Heide war geprägt von voll klingenden Fanfarenmotiven und lyrisch ausmusizierten Melodien.

In den 'Norway Impressions' von Alfred Bösendorfer vermochten Dirigent Thomas Wieser und die Musiker, auch aus einfachsten Strukturen interpretatorisch ein Optimum herauszuholen. Mit 'Songs of the Prairie' von Rex Mitchell ging es in die Pause. Wer hier die üblichen Western-Klischees erwartete, wurde angenehm überrascht.

Bei genauerem Zuhören entdeckte man die Schönheiten dieser Melodien, die man – und das muss kein Nachteil sein – vielleicht nicht sofort nachpfeifen kann.

Lebendig gestaltet war die 'Celebration Prelude' von Stuart Johnson, weit weg von trockener Feiertagsmusik. Großen Wiedererkennungswert für das Publikum hat inzwischen die Polka 'Ein halbes Jahrhundert' des Schweizers Very Rickenbacher, die auch in Jengen mit schweizerisch-böhmischem Sound bestens über die Bühne kam.

Nach Kurt Gäbles abwechslungsreich instrumentierter Volkslied-Rhapsodie 'Kein schöner Land' ging man mit dem Potpourri 'The Magic of Andrew Lloyd Webber' in die Zielgerade – auch hier wieder mit vielen Melodien zum innerlichen Mitsummen.

Vor den Zugaben erinnerte Vorsitzender Lang an das im kommenden Frühjahr anstehende Musikfest anlässlich des 80. Jubiläums des Musikvereins Jengen. Es würden noch einige freiwillige Helfer gesucht. Mit dem 'Juventas Marsch' von Peter Fihn klang ein abwechslungsreicher Abend aus.

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