Konzert
Musikkapelle erspielt 1000 Euro für Kinderhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach

Ihr Mut hat sich mehr als gelohnt. Beim Kirchenkonzert des Musikvereins Unter-/Oberdießen hatte Dirigentin Monika Fleschhut neben klassischen Werken und weihnachtlichen Weisen mit 'Celtic Flutes' ein modernes sinfonisches Blasmusikwerk ins Programm aufgenommen. Und das kam bei den Zuhörern in der fast voll besetzten Kirche dank der beiden Solistinnen bestens an.

Christina Miller und Evelyn Stadler brillierten in Kurt Gäbles Komposition mit Fingerfertigkeit, perfektem Zusammenspiel und toller Intonation. Das Orchester setzte sich mit homogenem Klang, rhythmischer Sicherheit und viel Spielfreude unter die weichen Flötentöne.

Die beiden Querflötistinnen glänzten auch im Weihnachtslied 'Hark! The Herald Angels sing…' – zusammen mit drei Saxophonistinnen, darunter Jasmin Ortloff. Die junge Musikerin war zuvor schon bei der 'Aria' aufgefallen, als sie ihrem Altsax wunderschöne Töne entlockte. Monika Fleschhut verstand es ausgezeichnet, die Kirche zum Strahlen zu bringen, ohne dass es je zu laut wurde. So zum Beispiel in der Ouvertüre zu Händels 'Feuerwerksmusik', aber auch in den Passagen aus 'Aida'.

Gut ausbalanciert erklangen das luftig-fröhliche 'Sleigh Ride' mit einem taktsicheren, aber dezenten Schlagwerk, das auch bei 'Joy to the World' punktete. Die Zuschauer, darunter Landrat Walter Eichner, waren so begeistert, dass sie neben 'O heilige Nacht' und 'Panis Angelicus' auch noch 'O du Fröhliche' einforderten.

Die gut gefüllten Spendenkörbe gingen aber nicht nur auf das Konto der wunderschönen Musik, sondern auch auf die aufwühlenden Worte der früheren Gemeindereferentin Elfriede Notz, die ihren Arbeitsplatz vorstellte: Das Kinderhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach. Um seine Arbeit leisten zu können, ist das interdisziplinäre Team auf Spenden angewiesen. Vorsitzender Georg Herzog rundete den Konzerterlös deshalb auf 1000 Euro auf.

Er wünschte den Besuchern eine möglichst ruhige Zeit, damit sie 'erholt an Weihnachten ankommen'. Denn dann, erklärte Dekan Oliver Grimm, 'berühren sich Himmel und Erde'. Er lud die Besucher dazu ein, in der Adventszeit überlieferte Denkvorstellungen aufzubrechen. Denn dadurch, zeigte er anhand der jungen Eltern, die statt des Kleinkinds den Christbaum ins Laufgitter setzten, entstehe viel Freiheit.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen