Jubiläum
Motorradfreunde Dillishausen feiern 25-jähriges Bestehen

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Grün ist es in diesen Tagen zwischen Dillishausen und Amberg und ruhig im 'Grenzgebiet' zwischen Ost- und Unterallgäu. Mit eben dieser Ruhe war es allerdings am vergangenen Samstagnachmittag vorbei. Da nämlich zerrissen die dumpfen Glockenschläge des AC/DC-Hits 'Hells Bells', Steppenwolfs 'Born to be Wild' und jede Menge weiterer Biker- und Rockerhymnen die andächtige Stille.

Das sägende Aufjaulen der Motoren der Enduros erinnerte an anfliegende Riesenmoskitos. Zum Jubiläumstreffen der Motorradfreunde Dillishausen waren einige begeisterte Biker angereist.

Etwa 20 schwere Maschinen zerpflügten im Beisein von einigen Zuschauern den sorgsam abgesteckten Kurs auf dem 'Enduro-Acker', mit seinen langen Geraden zum Gas geben, engen Kurven und diversen Hindernissen.

Nebenan zeigten derweil die Jüngsten beachtliches Können auf ihren Mini-Maschinen. Eigentlich, so Helmut Herz, Erster Vorsitzender der Motorradfreunde Dillishausen, veranstalte man schon seit vier Jahren keine Motorradtreffen mehr.

Zwischen 1990 und 1998 habe man jedes Jahr ein Bikerfest ausgerichtet, danach – bis vor vier Jahren – nur mehr alle zwei Jahre. Bis zu 4000 Gäste seien damals zu den Feten gekommen. Beim Jubiläum am Samstag waren es insgesamt etwa 500 Besucher.

1987 hatten sechs Dillishausener den Verein gegründet. Ein Motorradclub sei damals eine Art Modeerscheinung gewesen, meint Herz. Heute zähle der Verein rund 110 Mitglieder, 40 davon seien Aktive im Alter zwischen 18 und 50 Jahren.

Etwas schade findet Herz, der dem Verein seit neun Jahren vorsteht, dass immer weniger junge Leute Motorrad fahren. Priorität hätten bei den jungen Leuten der Autoführerschein und das eigene Auto.

Für das Hobby Motorrad fahren fehle dann das Geld. Gleichwohl habe der Verein keine Nachwuchssorgen. Man komme nicht nur zum Motoradfahren zusammen, sondern sei generell sehr gesellig.

Im eigenen Clubheim zum Beispiel oder im Festzelt wie am Samstagabend, als zunächst die vereinseigene 'Bikerband' mit Blasmusik einheizte und damit den Boden für 'Solid Age' aus Langgeringen bereitete.

Die Organisation des Bikertreffens sei unproblematisch, meint Herz. Die Grundstücksbesitzer Georg Lochbrunner und Roland Trautwein stellten ihre Äcker kostenlos zur Verfügung und die Behörden hätten ebenso mitgespielt wie die Bevölkerung – der Lärm sei ja auch weit weg vom Dorf. Schließlich habe er sich auf die tatkräftige Hilfe von etwa 50 seiner Motorradfreunde verlassen können.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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