"Corona-Hotspot Fleischfabrik"
Mit Sensenmann-Kostüm vor Schlachthof: PETA-Aktion am Freitag in Buchloe

Am Freitag ab 15 Uhr findet vor dem Vion-Schlachthof in Buchloe eine Demonstration der Tierschutzorganisation PETA statt.
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  • hochgeladen von Julian Hartmann

Am Freitag ab 15 Uhr findet vor dem Vion-Schlachthof in Buchloe eine Demonstration der Tierschutzorganisation PETA statt. Nach eigenen Angaben protestiert PETA mit einem Sensenmann-Kostüm unter dem Motto "Schlachthöfe: Tödlich für Tiere und Arbeiter". Hintergrund der Proteste sind die Quarantäne-Fälle im Schlachthaus Tönnies in Rheda-Wiedenbrück. 

Bereits 2004 habe die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die steigende Nachfrage nach tierischen Produkten als eine der Hauptursachen für die Entstehung von Zoonosen genannt, schreibt PETA in einer Pressemeldung. Zoonosen sind nach der WHO definiert als "Krankheiten und Infektionen, die auf natürlichem Wege zwischen Wirbeltieren und Menschen übertragen werden." Neben dem Coronavirus gehören auch die Pest oder Malaria zu den Zoonosen. 

Unternehmen und Politik sollen Weg für vegane Produktion ebnen

Nach PETAs Ansicht ist die Fleischindustrie nicht zukunftsfähig, "sodass nun Unternehmen und Politik gefragt sind, den Weg für eine vegane Produktion zu ebnen." Die Gier nach Fleisch habe überhaupt erst zahlreiche Infektionskrankheiten und Pandemien begünstigt, meint Jens Vogt, Aktionskoordinator bei PETA. "Wo Tiere massenweise auf engstem Raum inmitten ihrer eigenen Exkremente zusammengepfercht werden, existieren regelrechte Brutstätten für tödliche Keime." Laut Vogt gingen von der Fleischindustrie viele gesundheitliche Risiken aus wie etwa multiresistente Keime. 

Gutachten: "Tierische Lebensmittel bergen Risiken für menschliche Gesundheit"

Der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft schrieb 2015 in einem Gutachten: "Tierische Lebensmittel bergen grundsätzlich Risiken für die menschliche Gesundheit. Mögliche Beeinträchtigungen der Gesundheit ergeben sich zum einen durch Erreger von Zoonosen, die in den Tierbeständen vorkommen und auf unterschiedlichen Wegen zu den Konsumenten/Konsumentinnen gelangen können, zum anderen durch verschiedene stoffliche Belastungen aus der Tierhaltung sowie durch die Entstehung von Resistenzen gegenüber Medikamenten."

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