Kino
Marianne Sägebrecht stellte ihren neuen Film Omamamia in Türkheim vor

Rom- und Italienfans werden den Film lieben. Und wer noch kein Fan ist, könnte während der Vorstellung schnell einer werden. 'Omamamia' zeigt Rom und die Römer von einer höchst liebenswerten, heiteren Seite.

Paradoxerweise spielt eine Deutsche die unangefochtene Hauptrolle: die Ur-Bayerin Marianne Sägebrecht, die jetzt ihren neuen Film im Filmhaus Türkheim persönlich vorstellte.

Rudolf Huber hatte für sie vor dem Kino den roten Teppich ausgerollt. Rund 300 Filmfreunde strömten zur Vorpremiere des Streifens, der am kommenden Donnerstag, 1. November, zum Deutschlandstart in Türkheim anläuft.

Sie wollten nicht nur den Film sehen, sondern auch dem Star die Hand schütteln und sich Autogramme und Plakate abholen. Zwischen den zwei angesetzten Vorstellungen war Marianne Sägebrecht dann auch dicht umlagert und gut beschäftigt – die Schlange vor ihrem Tisch wollte gar nicht kürzer werden.

Ein wenig erzählte sie auch von den Dreharbeiten und den Hintergründen des Films. Er beruhe, versichert sie, auf einer wahren Geschichte. Als man sie gefragt habe, ob sie die Rolle der Oma übernehmen wolle, habe sie bedingungslos ja gesagt: 'Ein Ja zu einem Film ist wie ein Ja zu einer Ehe – da übernimmt man eine große Verantwortung.

Ich bin mit meiner ganzen Seele und meinem ganzen Körper dabei, weniger geht bei mir nicht.' Für die Aufnahmen in Rom lernte sie sogar noch Vespa fahren, nicht gerade eine leichte Aufgabe: 'Mein Partner Giancarlo hat sich’s nicht getraut, ich schon.

Wie ich da so durch Rom gekurvt bin, war ich mehr als einmal am Rande der Verhaftung.' Die Vespa spielt neben Sägebrecht eine Hauptrolle. Konsequenterweise hatte Huber ein himmelblaues Exemplar im Foyer aufgestellt.

Der Film 'Omamamia' erzählt die Story einer Oma, die sich nicht ins Seniorenheim abschieben lassen will. Heimlich macht sie sich nach Rom auf, um vom Papst die Absolution für eine Jugendsünde zu erlangen.

Ihr Alleingang löst Turbulenzen aus und ist so heiter und doch nicht ohne Tiefgang erzählt, dass es viel zu lachen und sogar ein ganz klein wenig zu weinen gibt. Denn erst mal geht alles schief – bis sie dann am Ende den Vatikan mit ihren Kochkünsten betört und als Lohn für ihren Kaiserschmarrn vom Papst den ersehnten Segen erhält.

Marianne Sägebrecht – ein Weltstar, der in Hollywood mit Größen wie Michael Douglas, John Malkovich oder Kathleen Turner gedreht hat – ließ sich gerne in das kleine Türkheimer Kino einladen. Sie ist mit ihren 67 Jahren noch ganz die alte, wie man sie aus 'Out of Rosenheim' kennt, voller Temperament, Lebenslust und Gefühlsüberschwang. So natürlich, unaffektiert und ohne Berührungsängste begeisterte die Schauspielerin ihre Fans.

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