Malteurop
Malz für die Biere der Welt

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Die Rohstoffpalette des Bieres ist übersichtlich: Malz, Hopfen und Wasser, so schreibt es das Bayerische Reinheitsgebot seit 1516 vor. «Und alle Brauereien und Mälzereien in Deutschland müssen sich an dieses Reinheitsgebot halten», erklärt Andreas Rest. Der Brau- und Malzmeister ist Werkleiter bei Malteurop Deutschland, einer Tochter des größten Mälzers weltweit: der Unternehmensgruppe Malteurop. Deren 16 Betonsilos können zusammen 25000 Tonnen Rohware fassen - also Brauweizen oder Braugerste vor der Verarbeitung zu Malz.

Das Werk in Langerringen produziert jährlich 100000 Tonnen Malz für die Bierherstellung und benötigt dafür rund 120000 Tonnen Rohware. «Wir versuchen, so viel Rohware wie nur möglich, von Landwirten aus unserer Region zu beziehen», sagt Rest. Doch das gelinge nicht immer. Im vergangenen Jahr beispielsweise sei die Ernte sehr schlecht ausgefallen und habe den Qualitätsvorgaben der Mälzerei nicht entsprochen. Auch ein neuer «Mitbewerber» in der Branche schmälert das Angebot: Betreiber von Biogasanlagen. Für viele Bauern sei es einfacher und somit lukrativer, «pflegeleichten» Mais anzubauen, als ihre Äcker aufwendig mit Braugerste zu bestellen, erzählt der Werkleiter sorgenvoll.

Die Malzfabrik in Langerringen verarbeitet täglich 300 Tonnen Rohstoff zu Malz. Dafür müsste ein Landwirt rund 50 Hektar Braugerste anbauen. Seit zwei Jahren bezieht Malteurop jedoch die Braugerste von Händlern wie Baywa oder der Kunstmühle Demharter in Schwabmünchen. So umgehe man die langen Schlangen von Traktoren auf dem Firmengelände bei Erntezeiten und könne die Ware zudem nach Bedarf abrufen, sagt der Mälzer.

Die Anlagen laufen auf Hochtouren. Die Gerste keimt zunächst bei genau gesteuerter Zugabe von Wasser und Wärme. Die kleinen Wurzeln, die sich dabei bilden, werden abgeschlagen und zu Futtergerste für Tiere verarbeitet. Den Körnern wird anschließend in einer Trockenanlage das Wasser bis auf einen kleinen Rest wieder entzogen. Danach wird das Malz direkt an die Brauereien geliefert.

Zu den Kunden zählen kleine Brauereien in der Region aber auch große Konzerne mit Marken wie Heineken, Becks und Warsteiner. Langerringer Malz geht auch in die Schweiz, nach Italien, Slowenien, Kroatien oder Ungarn.

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