Serenade
Männerchor der Neuapostolischen Gemeinde Buchloe singt in der Stephanskirche

Klanglich sehr dicht, intensiv und ohne Scheu, zu den in der Musik transportierten Gefühlen zu stehen, präsentierte sich erstmals der Männerchor der Neuapostolischen Gemeinde in Buchloe. Unter Leitung von Reinhold Breubeck sang der Chor bei der Buchloer Serenade in der St. Stephanskirche.

Es gelang den etwas 20 Sängern nicht nur, den geistlichen Charakter der Musik mit authentischer Präsenz umzusetzen, sondern man hielt auch den ursprünglich für die 'Buchloer Serenaden' von Organisator und Initiator Thorsten Schmehr vorgegebenen Zeitrahmen von 30 Minuten ein.

Chor im Jahr 1975 gegründet

Ernst Meier als stellvertretender Leiter des Kirchenbezirks Memmingen blickte auf die Geschichte des Chores, der in seinen Anfängen bis in das Jahr 1975 zurückgeht.

Zwischen die musikalischen Beiträge hatte man mit dem Psalm 23, 'Der Herr ist mein Hirte' und mit dem Gedicht 'Befiehl du Deine Wege' von Paul Gerhardt, zwei inhaltlich gut zueinander passende Texte zum Thema 'Gottvertrauen' gestellt.

Musikalisch wusste der Chor vom ersten bis zum letzten Ton zu überzeugen: leicht und locker entfalteten die Sänger bereits im ersten Satz 'Komm’ zu dem Lebensquell' von Hermann Ober eine gut kontrollierte, weit ausgefahrene dynamische Spannbreite.

Innig und doch unverkrampft ging man danach 'Heilig sei dir jede Stelle' an, vor allem die Tenöre präsentierten sich klanglich sicher und tragend. Der Gesamtchor war durchgängig von einer ausgesprochen guten Textverständlichkeit und Sinn gestaltenden Deklamation gekennzeichnet.

Gefühlvolle Melodik

In 'Näher, mein Gott zu Dir' denken viele zunächst an die 'Titanic'-Katastrophe vor 100 Jahren – die Bordkapelle soll den Choral während des Untergangs gespielt haben.

Der Chor vermochte – am Clavinova von Erich Müller aus Krumbach zupackend und einfühlsam begleitet – die Gedanken der Zuhörer ein Stück weit davon wegzubringen und auf die eingängige, gefühlvolle Melodik des Satzes an sich zu lenken.

Hochromantisch ausdrucksvoll in entsprechender harmonischer Gestaltung erklang 'Weiß ich auch nimmer', schwungvoll in der Bewegung zeigte sich der Satz 'Und fragst Du die Wolken'.

Romantische Nacht-Symbolik prägte den Satz 'Es ist ein Tag'. Nochmals mit kraftvoller Tasten-Untermalung gingen hörenswerte 30 Konzertminuten mit dem gloriaartigen 'Jauchzet dem Herrn' von Friedrich Silcher zu Ende.

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