Tierschutz
Landesbund für Vogelschutz ruft zum Schutz der Igel im Ostallgäu auf

Der Landesbund für Vogelschutz LBV in Bayern ruft jetzt zu einer besonderen Aktion auf. 'Bitte helfen Sie jetzt dem Igel in Bayern'. Die kleinen stacheligen Gartenfreunde leiden unter zu aufgeräumten, einheitlichen Gärten. Was man zum Schutz der Tiere beachten kann, wird jetzt detailiert erklärt.

Igel sind nachtaktive Säugetiere, die den Tag an geschützten Örtlichkeiten verschlafen. Nur im Herbst, wenn sie sich ihr Winterfett anfressen, sind Igel auch tagsüber aktiv.

Igel bevorzugen ausschließlich tierische Kost; sie gehören damit zu den Fleischfressern (Carnivoren). Am liebsten bevorzugen sie Schnecken, Regenwürmer, Käfer, Larven, Spinnen und Insekten. Pflanzliche Nahrung nehmen Igel nur zufällig auf, etwa wenn an einer Schnecke noch etwas Salat haftet.

Waldränder, Hecken, Gebüsche, Parkanlagen, Gärten und anderes Gelände mit Büschen und Sträuchern sind das zu Hause des Igels. Ein hohes Nahrungsangebot in den Parkanlagen der Städte und Gemeinden lassen ihn, auch in unserem Siedlungsbereich gut leben. Trotzdem nimmt der Bestand immer weiter ab. Hilfe ist jetzt in privaten Gärten vor dem Winterputz wichtig.

Obwohl jeder den Igel kennt und die kleinen stacheligen Gartenbewohner meistens auch ins Herz geschlossen hat, wissen wir nur sehr wenig darüber, wie es um die Igel bestellt ist. Der Landesbund für Vogelschutz LBV in Bayern ruft jetzt zu einer besonderen Aktion auf. 'Bitte helfen Sie jetzt dem Igel in Bayern" damit wir noch lange die Botschaftern der naturnahen Gärten bei uns haben.

Der Igel ist der größte heimische Insektenfresser. Es gibt sie im äußersten Norden sowie auf den Balearen. Igel sind in ganz Europa anzutreffen, aber sein Verbreitungsgebiet reicht bis weit nach Asien hinein. Er wird bis zu 25 cm lang und wiegt zwischen 500 bis 1100 Gramm. Männchen sind in der Regel schwerer als Weibchen. Sein Stachelfell gibt ihm das unverwechselbare Erscheinungsbild. Ein ausgewachsener Igel besitzt bis zu 8000 Stacheln. Ein ausgezeichneter Geruchs- und Gehörsinn zeichnen den Igel aus. Er ist in der Lage, bis fast in den Ultraschallbereich Geräusche aufzunehmen. Sein Sehvermögen ist dagegen nur mäßig ausgebildet. Manchmal sind von ihm schnarchende Laute zu hören; in Bedrängnis kann er laut kreischen. Mit einem Lebensjahr ist er geschlechtsreif. Nachwuchs gibt es nur einmal pro Jahr. Er wird bis zu 10 Jahre alt.

Lebensraum und -weise

Igel sind nachtaktive Säugetiere, die den Tag an geschützten Örtlichkeiten verschlafen. Nur im Herbst, wenn sie sich ihr Winterfett anfressen, sind Igel auch tagsüber aktiv.Sie bevorzugen ausschließlich tierische Kost; sie gehören damit zu den Fleischfressern.

Sie bevorzugen sSchnecken, Regenwürmer, Käfer, Larven, Spinnen und Insekten. Pflanzliche Nahrung nehmen Igel nur zufällig auf, etwa wenn an einer Schnecke noch etwas Salat haftet. Sie fressen kein Obst und kein Gemüse. Aus diesem Grund sollte jeder naturbewusste Gartenbesitzer seinen Garten so gestalten, dass sich der natürliche Gegenspieler von Salaträubern dort wohl fühlt. Wenn sich der Igel im Oktober bis November ausreichend Feist (Fett) angefressen hat, kriecht er in seine mit Moos, Blättern oder Heu ausgepolsterte Höhle oder oberirdisches Nest und verschläft den Winter bis zum Frühjahr (ab März bis April).

Bei milder Witterung unterbricht der Igel seinen Winterschlaf und verlässt für kurze Zeit seine Höhle. Eine Überwinterung des Igels in menschlicher Obhut ist aus Sicht des Tier- und Artenschutzes nicht notwendig. Droht ihm auf seinen nächtlichen Streifzügen Gefahr, rollt er sich mit seiner Hautmuskelatur zu einem Stachelball zusammen. Natürliche Feinde des Igels sind der Fuchs und der Uhu. Hauptfeind des Igels ist der Kraftfahrzeugverkehr, die Zerschneidung der Landschaft durch stark befahrende Straßen und der Trend von zu aufgeräumten Gärten machen ihm genauso zu schaffen, wie zu viele Pflanzenschutzmittel. Der LBV hatte im Frühjahr dazu aufgerufen im Projekt 'Igel in Bayern" die Tiere zu melden unter www.lbv.de.

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Redaktion extra aus Kempten

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