Produktserie
Lamerdinger Futtertrocknung macht Wiesengras zu Pellets

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Seit 2009 werden unter dem Markennamen Edelgrün Gras-Cobs als Futtermittel vertrieben. Die Hersteller sind elf Betriebe aus Bayern und Baden-Württemberg - darunter auch die Futtertrocknung Lamerdingen eG. Mit ihrem Geschäftsführer Matthias Vögele (25) haben wir uns über die Graspellets unterhalten.

Herr Vögele, die Basis für Ihr Produkt ist ganz normales Wiesengras aus der Region, das Sie nach eigenen Angaben zu Cobs << veredeln >>. Was verstehen Sie darunter?

Vögele: Unsere Cobs haben wesentliche Vorteile: Zum einen ist ihr Nährstoffgehalt im Vergleich zu anderen konservierten Futtermitteln wie Grassilage oder Heu deutlich größer und bleibt bei der Lagerung auch zu sehr hohen Anteilen erhalten. Zum anderen produzieren wir ein hochwertiges Futtermittel, das deutlich günstiger ist, als wenn die enthaltenen Nährstoffe einzeln zugefügt würden. Damit sind unsere Graspellets ein optimaler Ersatz für teures Kraftfutter.

Wie läuft die Produktion ab?

Vögele: Die Landwirte bringen ihr Gras zu uns an die Futtertrocknung oder wir holen es ab - ganz so, wie es gewünscht wird. In der Anlage wird es gehäckselt und mit Heißluft getrocknet. Anschließend geht das Futter entweder in die Cobs-Produktion oder es landet in unserer zweiten Herstellungsschiene und wird zu Ballen gepresst. Unter Umständen kann der Landwirt sein Futter bereits am gleichen Tag wieder abholen. Mit dem Endprodukt erhält er zu 95 Prozent sein eigenes Gras wieder zurück, das somit sein eigenproduziertes Kraftfutter darstellt. Er kann die Pellets aber auch an uns verkaufen und wir vermarkten sie weiter.

Das heißt, nicht alle Abnehmer sind auch gleichzeitig Ihre Zulieferer?

Vögele: Der Grundgedanke einer Futtertrocknung ist, dass der Landwirt sein Gras abliefert, es veredeln lässt und anschließend wieder abholt. Nach diesem Muster läuft nach wie vor ein großer Teil unserer Produktion ab. Wir verarbeiten aber auch Gras, welches der Landwirt momentan nicht selbst benötigt und bieten somit ein handelsfähiges Produkt zum Verkauf an. Der Abnehmer kann dann ebenfalls einer unserer knapp 650 Mitgliedsbetriebe sein, der Futter zukaufen muss; es können aber auch andere Landwirte oder Händler sein. Zum Beispiel haben wir in Norddeutschland einen Abnehmer, der das Wiesengras aus unserer Region einfach sehr schätzt.

Stichwort Region: Woher stammen denn Ihre Mitgliedsbetriebe?

Vögele: Zu unserem Einzugsgebiet zählen auch Betriebe, die 80 Kilometer weit entfernt von hier im Münchener oder Augsburger Raum liegen. Der Großteil stammt jedoch aus einem Radius von 40 Kilometern.

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