Gemeinderat
Lamerdingens Schulden steigen erstmals seit 15 Jahren an

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Der Schuldenstand der Gemeinde Lamerdingen wird heuer zum ersten Mal seit 1996 wieder steigen. Zum Ende des Jahres soll er 1,1 Millionen Euro betragen, Ende vergangenen Jahres waren es noch 650 000 Euro. Gleichzeitig werden die Ersparnisse durch eine Rücklagenentnahme von 180 000 Euro wohl von 200 000 Euro auf rund 22 500 Euro zurückgehen. So sieht es zumindest die Haushaltssatzung 2012 vor, die der Gemeinderat Lamerdingen zusammen mit dem Stellen- und Finanzplan sowie dem Investitionsprogramm der Jahre 2011 bis 2015 in seiner jüngsten Sitzung verabschiedete.

Christoph Echter von der Kämmerei der Verwaltungsgemeinschaft und Bürgermeister Konrad Schulze betonten aber, dass man den ein oder anderen Posten sehr großzügig veranschlagt habe, einige Zuschüsse noch nicht berücksichtigt seien und sich die Steuereinnahmen bisher besser als erwartet entwickeln, sodass der Jahresabschluss vermutlich besser ausfallen werde.

Schulze geht davon aus, dass wie in den vergangenen Jahren die Kredite nicht voll ausgeschöpft werden und nicht so viel Geld aus den Rücklagen entnommen werden muss.

Die finanzielle Situation in Lamerdingen bezeichnete Echter 'aktuell als zufriedenstellend'. Die Gemeinde Lamerdingen hatte zum 31. Dezember 2011 mit 364 Euro je Einwohner die niedrigste Pro-Kopf-Verschuldung in der VG: (zum Vergleich: Buchloe 1656 Euro, Jengen 1704 Euro, Waal 1225 Euro).

Der Haushalt hat ein Gesamtvolumen von 4,3 Millionen Euro (Verwaltungshaushalt 2,4 Millionen Euro/Vermögenshaushalt 1,9 Millionen Euro). Im Haushaltsjahr 2012 macht sich laut Echter die positive Einnahmeentwicklung des Jahres 2010 bemerkbar: Bei den Schlüsselzuweisungen ist gegenüber 2011 ein Rückgang von 40 000 Euro zu verzeichnen. Auch die Umlagekraft der Gemeinde ist angestiegen, was sich beispielsweise bei der höheren Kreisumlage niederschlägt.

Im Vermögenshaushalt sind Investitionen in Höhe von 1,9 Millionen Euro bereitgestellt. Der Schwerpunkt liegt bei infrastrukturellen Verbesserungen wie dem Bau eines Geh- und Radweges zwischen Lamerdingen und Dillishausen (Gesamtkosten 400 000 Euro, es werden 200 000 Euro Zuschüsse erwartet) sowie dem Bau von Fußwegen in Lamerdingen, Dillishausen und Kleinkitzighofen.

Im Rahmen der Dorferneuerung sind zudem die Platzgestaltungen in Dillishausen sowie beim Kriegerdenkmal in Großkitzighofen vorgesehen.

Abgeschlossen werden sollen in diesem Jahr außerdem der Neubau des Feuerwehrhauses (120 000 Euro) in Großkitzighofen sowie die Sanierung und der Umbau des dortigen ehemaligen Lehrerhauses (250 000 Euro). Für Letzteres erwartet die Gemeinde Zuschüsse aus der Dorferneuerung in Höhe von 80 000 Euro. Im Haushalt eingeplant sind außerdem 200 000 Euro für den Grunderwerb für ein neues Baugebiet.

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