Stadtrat I
Klimaschutzkonzept für Buchloe

Als einer der ersten im Landkreis Ostallgäu hat sich der Buchloer Stadrat in seiner Sitzung am Dienstagabend dazu entschieden, ein Klimaschutzkonzept erstellen zu lassen. Zuvor hatte Dr. Hans-Jörg Barth vom Energie- und Umweltzentrum Allgäu (EZA) vor dem Gremium über die Vorzüge eines solchen Konzeptes referiert. Für die Erstellung fallen Gesamtkosten in Höhe von rund 27000 Euro an. Diese werden jedoch vom Bund mit 65 Prozent bezuschusst; auf die Stadt Buchloe kommen letztendlich noch knapp 10000 Euro zu.

Hintergrund zur Erstellung dieser kommunalen Konzepte sei die Klimaschutzinitiative des Bundes, sagte Barth. Grundsätzlich gelte es, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu reduzieren. «Die regionale Wertschöpfung ist das, was zählt», so Barth. Allein in Buchloe, rechnete er vor, seien im Jahr 2008 rund 15 Millionen Euro für fossile Brennstoffe ausgegeben worden.

Genau untersuchen

Mithilfe eines Klimaschutzkonzeptes soll nun genau untersucht werden, wo die Stadt Buchloe derzeit stehe, wo Bedarf zu Verbesserungen liege und was für die Zukunft getan werden könne.

Eine Energie- und CO2-Bilanz soll einerseits aufzeigen, wo es im Stadtgebiet Einsparpotenziale gibt; andererseits soll damit ausgelotet werden, was vor Ort möglich ist, um erneuerbare Energie zu erzeugen.

Was zunächst sehr theoretisch daherkommt, soll dank eines «Energieteams», bestehend aus Mitgliedern der Stadtverwaltung, engagierten Bürgern und Experten (etwa Kaminkehrer oder Heizungsbauer) den Bürgern näher gebracht werden. «Dieses Team sollte einen Maßnahmenkatalog entwickeln, dessen Kern ein Aktivitätenprogramm ist», erläuterte Barth.

Darauf aufbauend könnten dann etwa Schulungen für Hausmeister, Bildungsprojekte an Schulen oder ein Unternehmensnetzwerk für Großverbraucher angeboten werden.

Ziel der Stadt Buchloe sei es, den CO2-Ausstoß bis 2020 «messbar zu verringern», unterstrich Bürgermeister Josef Schweinberger. Dabei sei es wichtig, «Leute zu finden, die mitmachen». Sei es ein Fensteraustausch, die Ertüchtigung der Kläranlage oder der Bau eins Blockheizkraftwerkes: «Wir müssen die Bürger, das Gewerbe und die Industrie dabei mitnehmen», forderte der Bürgermeister.

Buchloe solle ein Zeichen setzen für andere Gemeinden, meinte Herbert Barthelmes (CSU). Dabei sei das Thema Klimaschutz nicht neu, «aber wir haben erkannt, dass wir uns wieder aufraffen müssen, um flächendeckend etwas zu tun».

Als «Startschuss, um von der Ahnung zum Wissen zu kommen», bezeichnete Robert Pöschl (CSU) das Klimaschutzkonzept. Er fand es «gut, dass wir die Sache nun so strukturiert angehen».

Auf Nachfragen von Monika Strohmayer und Helmut Jambor (beide SPD) betonte der Referent, es gehe vor allem darum, Energie zu sparen. Erst in einem zweiten Schritt soll untersucht werden, wie die Kommune selbst Energie erzeugen kann.

Geld ist «gut angelegt»

«Buchloe beschritt in den letzten Jahren den richtigen Weg. Das sollte so weiter gehen», sagte Rudolf Grieb (UBI). Er nannte das Konzept ebenso sinnvoll wie Eva Kienzle (FWV): «Für uns hat das auch was zu tun mit der Stärkung von kommunaler Verantwortung.» Dabei sei es jedoch wichtig, dass das Projekt «weitergeht und auch Zuschüsse weiter fließen».

Als «gut angelegt» bezeichnete schließlich Helmut Weiß (CSU) die knapp 10000 Euro, die die Stadt Buchloe für das Konzept zahlen muss. Dem schloss sich denn auch die deutliche Mehrheit des Stadtrates an. Koordiniert werden sämtliche Maßnahmen über das Landratsamt Ostallgäu.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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