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Kindergarten von Lamerdingen ist räumlich voll ausgelastet

Erhält der Kindergarten St. Peter und Paul eine Krippe oder eine Kleinstkindergruppe? Wird angebaut, das Gebäude aufgestockt oder muss eine ganz neue Lösung gefunden werden? Oder bleibt gar alles beim Alten? Viele Fragen und nur wenige Antworten gab es in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Lamerdingen. Hintergrund: Bürgermeister Konrad Schulze stellte die Ergebnisse einer Umfrage zum Betreuungsbedarf unter dreijähriger Kinder vor, die die Gemeinde zusammen mit dem Landratsamt Ostallgäu im Januar durchgeführt hatte. 'Zusammenfassend wurde von der Aufsichtsbehörde mitgeteilt, dass aus Sicht des Landratsamtes Ostallgäu die Errichtung einer Krippengruppe mit zwölf Plätzen nicht befürwortet werden kann', brachte es das Gemeindeoberhaupt auf den Punkt.

Bisher sei es so, dass etwa 50 Prozent der Eltern von Krippenkindern ihre Zöglinge dort in die Kindertagesstätte (Kita) bringen, wo sie auch arbeiten, beispielsweise in Landsberg, Hurlach und Buchloe. Das Jugendamt gehe außerdem davon aus, dass die Nachfrage nach Krippenplätzen noch einmal sinkt, wenn das vom Staat geplante Betreuungsgeld eingeführt wird, berichtete Schulze.

Alternativ zu einer Krippe könnte man eine Kleinstkindergruppe (jeweils sechs Krippen- und Kindergartenplätze) einrichten. 'Aber auch da müssen wir im Hinblick auf die Förderung den Bedarf konkret nachweisen', erklärte der Bürgermeister.

Könnten die Plätze dann doch nicht belegt werden, trage das Risiko einer Rückforderung von Zuschüssen die Gemeinde. Ein weiteres Problem sei, dass Ausbaumaßnahmen von Betreuungsplätzen unter dreijähriger Kinder nur noch bis einschließlich 2013 gefördert werden.

'Das heißt die Zeit drängt. Wir können uns mit einer Entscheidung nicht lange Zeit lassen', so Schulze.

'Wir sollten schauen, dass wir die Kinder in der Gemeinde halten können', betonte Hanspeter Eberhardt. 'Vielleicht lassen Eltern ihre Kinder in St. Peter und Paul, wenn erst einmal ein Angebot da ist', vermutete Arnold Jaser. Er konnte sich sogar vorstellen, einen ganz neuen Kindergarten zu bauen. Das wiederum fand Eberhardt abwegig: 'Das Gebäude wurde ständig renoviert. Wir sollten über eine Erweiterung nachdenken.'

'Wir sollten überlegen, was baulich machbar ist. Räumlich ist man im Kindergarten bereits am Limit', betonte Markus Tröbensberger.

Der Gemeinderat beschloss, die Entscheidung über einen Ausbau von Betreuungsplätzen für unter dreijährige Kinder zurückzustellen- Für die Vorplanung zur Errichtung einer Kleinstkindergruppe mittels Gebäudeaufstockung beziehungsweise Anbau wird ein Architekt beauftragt. Über diese Pläne mit Kostenschätzung möchte das Gremium dann wieder beraten.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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