Erfolg
Karin Metzler nahm aus gesundheitlichen Gründen innerhalb von fünf Monaten 23 Kilogramm ab

Endlich Frühling. Die dicken Winterjacken verschwinden ganz hinten im Kleiderschrank. Sommerkleider, kurze Röcke und Hosen sowie T-Shirts werden nach vorne geholt. Viele nutzen gerade die Fastenzeit, um bewusst beispielsweise auf Süßigkeiten zu verzichten. Andere wollen vor dem Sommer den Winterspeck los werden. Oft ist es schon schwierig, ein paar Wochen konsequent am Ball zu bleiben. Karin Metzler macht das jetzt schon seit über fünf Monaten.

Die 58-Jährige hat seit September 23 Kilogramm abgenommen. Ein paar sollen noch folgen. Aber schon jetzt ist die Buchloerin stolz auf das, was sie erreicht hat. Trug sie im vergangenen Sommer noch eine weiße Hose in Größe 48, passt sie jetzt in eine weiße Jeans Größe 42. «Ich mache keine Diät», betont sie, «ich habe meine Ernährung umgestellt.»

Abschreckendes Beispiel

Viele Fotos von Karin Metzler mit Höchstgewicht gibt es nicht. Aber eine Aufnahme hat sie doch - sogar oft bei sich: einen schon etwas abgegriffenen Schwarz-Weiß-Ausdruck, auf dem sie etwa 103 Kilogramm wiegt. «Es ist kaum zu glauben, dass das ich bin. Das kommt jetzt dann als abschreckendes Beispiel an die Kühlschranktür.

» Denn eines gibt die Witwe zu: «Das Teufelchen in mir muss jeden Tag aufs Neue überlistet werden.» Beispielsweise mit zuckerfreiem Kaugummi oder ungesüßtem Tee.

Die Kilos haben sich im Laufe der Jahre ansammelt, vor allem seit dem Tod ihres Mannes 2004. «Ich habe mich eingeigelt, musste viel bewältigen und habe mich gehen gelassen.» Die Snacks zwischendurch seien ihr Problem gewesen: die Butterbreze nach dem Frühstück, das Kaffeestück am Nachmittag oder an heißen Sommertagen ein leckerer Eisbecher. Etwa vier bis fünf Jahre lang habe sie über 100 Kilogramm (bei einer Größe von 1,62 Meter) mit sich herumgeschleppt. Ihre Blutwerte seien immer schlechter geworden. «Zum Schluss waren sie jenseits von Gut und Böse.

Als mir dann die Arzthelferin mit der Zuckertablette hinterhergewackelt ist, und mir die Ärztin gesagt hat, dass ich mein Leben aufs Spiel setze, reichte es», erinnert sich Karin Metzler an den 19. September 2010.

Zwei Tage lang sei sie traurig gewesen, dann habe sie der Ehrgeiz gepackt. «Ich will nicht mit 62 sterben», sagt die Witwe. Zum Frühstück gibts seitdem Knäckebrot mit magerem Aufstrich, mittags Gemüse mit Fisch und Vollkornnudeln oder -reis und am Abend - spätestens um 19 Uhr - meist Rohkostsalat und Obst. Am liebsten Äpfel, Orangen und frische Ananas. «Im Winter habe ich mir am Abend oft Gemüsesuppe gemacht, weil es mich so gefroren hat», verrät Karin Metzler. Wichtig seien auch lange Pausen zwischen den Mahlzeiten. «Der Magen soll mindestens fünf Stunden ruhen», sagt sie.

Und der einzige Sport, den sie betreibt, ist Nordic Walking, «aber auch nicht jeden Tag». Von Fitnessstudios und irgendwelchen Hilfsmittelchen hält die Witwe nichts: «Das Geld investiere ich lieber in gesunde Lebensmittel. Ich entscheide jeden Tag spontan, was ich mir koche.» Frische Zutaten müssen es sein. Gemüse nach Saison, Kräuter, Ingwer, Knoblauch. «Salz und Pfeffer verwende ich kaum», erzählt Karin Metzler.

Und was ist mit den Blutwerten? «Da war schon nach drei Wochen eine deutliche Besserung erkennbar», freut sich nicht nur die 58-Jährige, sondern auch ihre Ärztin. Die Werte werden regelmäßig kontrolliert. Auf die Medikamente kann sie noch nicht ganz verzichten, aber die Dosis sei halbiert worden. Und Karin Metzler ist sich sicher, dass das noch besser wird: «Ich fühle mich so fit wie schon lange nicht mehr.»

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