Auszeichnung
Josef Schürzinger arbeitet seit 31 Jahren ehrenamtlich im Bereich Jugendfußball

Josef Schürzinger arbeitet ehrenamtlich. Begeistert erzählt er von zwei Festen im Juli und Dezember, von imposanter Musik, lauten Kanonenschüssen zur Feier des Tages und von vielen Rednern. 'Das alles ist zwar eine ganz große Ehre, doch wirklich wichtig sind für mich nicht die Reden großer Leute, sondern ist die Arbeit mit den Jugendlichen an sich', sagt Schürzinger, der sich seit 31 Jahren ehrenamtlich um die Jugendarbeit beim FSV Lamerdingen kümmert und zunächst vom Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV), dann vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) geehrt wurde.

'Das war schon eine große Sache', erinnert sich der 66-Jährige. 'Eigentlich ist ehrenamtliche Arbeit nichts tatsächlich Greifbares, eine Auszeichnung macht es das ein Stück weit.' Seit 31 Jahren engagiert sich Schürzinger in der Jugendarbeit der Fußballvereine. 1980 zog der einstige Münchner aus beruflichen Gründen nach Buchloe, wo er Mitglied der 'glorreichen zweiten Reserve' wurde und auch in der Altherren- und der zweiten Mannschaft aushalf. Ein Jahr später entschied er sich dazu, das Jugendtraining zu übernehmen.

Von Buchloe nach Lamerdingen

'In so vielen Jahren erlebt man einiges', sagt der Buchloer und lacht. 'Ich war dabei, wie man die erste Damenmannschaft gegründet hat, habe um das Recht gekämpft, dass die Fußballer auch in die Sporthalle dürfen und vieles mehr.' Mitzuerleben, wie etwas, das man hart errungen hat, zu einer festen Institution wird, seien immer die Bestätigung für das Ehrenamt. 1994 wechselte Schürzinger von Buchloe zum FSV Lamerdingen.

'Eigentlich wollte ich mich zunächst zurückziehen, doch der damalige Jugendleiter, Hermann Wendlinger, überredete mich, in Lamerdingen mitzuhelfen.' Er sagte erst für ein Jahr zu, 'mittlerweile sind es auch schon wieder 17 Jahre', fügt er schmunzelnd hinzu.

Die Arbeit mit den Jugendlichen bereite ihm nicht nur 'riesig Spaß', sondern mache ihn auch stolz. 'Jeden Trainer freut es, wenn einer seiner Schützlinge in der ersten Mannschaft zur tragenden Kraft wird', sagt er und klingt tatsächlich ein wenig stolz.

Wichtig für den Erfolg einer Mannschaft ist laut Schürzinger die Kameradschaft. 'Das ist mein persönlicher Geheimtipp. Beim FSV Lamerdingen wird viel daran gesetzt, dass die Chemie in der Mannschaft stimmt.' Obwohl das immer schwieriger werde, da 'die Jugend heute oft andere Werte in den Mittelpunkt stellt', versuche er doch immer, dies zu vermitteln. Auch seinem Nachfolger sollten diese Werte wichtig sein, denn Schürzinger wird im März nächsten Jahres sein Amt als Jugendleiter und Trainer aufgeben.

'Ich bin jetzt 66 Jahre und seit 31 Jahren dabei – irgendwann muss mal Schluss sein', erklärt er lachend und behält im Hinterkopf, dass es 'sicherlich kein Abschied auf immer wird'. Immerhin arbeite er seit 2007 als Ehrenamtsbeauftragter des BLSV für den Verein und ist somit zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit und die Förderung der Jugend. 'Ich werde immer ein Auge speziell für die Jugendarbeit haben.'

Josef Schürzinger

Das Sportgelände an der Ettringer Straße in Lamerdingen ist Josef Schürzingers zweite Heimat. Dort verbrachte er in den vergangenen 17 Jahren viel Zeit. Foto: Dodel

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