Jubiläum
Jengener Pfarrer Hermann Drischberger feiert sein 25-jähriges Jubiläum

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In seiner Schulzeit wollte Hermann Drischberger eigentlich Lehrer werden. Genauer gesagt Musiklehrer. Denn die Musik sei damals schon «eine seiner größten Leidenschaften» gewesen.

Heute spricht er zwar nicht vor einer Schulklasse über Tonleitern oder Instrumente, dafür vor vollen Kirchenbänken über Themen des Glaubens. Seit 25 Jahren ist Hermann Drischberger Pfarrer. Am Sonntag feiert er sein Jubiläum auch in seiner Heimatgemeinde Jengen. Der mittlerweile 54-Jährige wuchs in der Ostallgäuer Gemeinde auf.

Ein Jahr vor dem Abitur, das er 1978 in Kaufbeuren absolvierte, starb seine Mutter. << Das war ein harter Schlag für mich, zugleich auch eine prägende Zeit >>, erklärt Drischberger, der in einer sehr christlichen Familie aufwuchs. Obwohl er immer vorhatte, Lehrer zu werden, sei sein Glaube zu Gott in dieser Zeit noch stärker gewachsen. << Denn ich bin mir sicher, er hat uns in dieser Zeit besonders unterstützt. Außerdem wurde mir klar, dass das Leben nicht aus Träumen und Illusionen besteht >>, sagt er.

Die Jahre nach dem Abitur verbrachte Drischberger bei der Bundeswehr. << Das war auch eine ganz wichtige Zeit in meinem Leben >>, meint er weiter. Er habe viel über Kameradschaft gelernt und neue Erfahrungen gemacht. Er erinnere sich noch genau an eine Schrift über Berufung, die er als Wehrpflichtiger von seinem Garnisonspfarrer Herbert Schuler in Füssen geliehen bekommen hatte. Nachdem er diese gelesen hatte, fasste er den Entschluss, Priester zu werden.

Ab 1979 studierte er in Augsburg und Regensburg Theologie und wurde 1986 durch den damaligen Bischof Dr. Josef Stimpfle zum Priester geweiht. Zunächst trat Drischberger seinen Dienst als Kaplan in Gundelfingen und als Benefiziat in seinem Geburtsort Mindelheim an. Seine erste Pfarrstelle erhielt er 1990 in Weilheim und Hütting (Oberbayern).

Nach elf Jahren verließ er die Pfarrgemeinde und wechselte nach Thannhausen und Burg, wo er bis heute tätig ist.

<< Der Hermann war schon immer sehr engagiert, wenn es um Jugendarbeit ging >>, erzählt sein Vater Otto. Auch Familien und Menschen in Problemsituationen begleite er sehr gerne. Das sei aber schon immer so gewesen. << Mein Sohn ist immer derselbe geblieben und hat an seinen Leidenschaften festgehalten. >> Mit Leidenschaften meint Drischberger unter anderem die musikalische Ader. Diese wird sich auch am Sonntag wieder zeigen, wenn die Jengener Blasmusik die Messe und den anschließenden Frühschoppen musikalisch begleitet.

Ein Höhepunkt des Festes werde auch eine Filmvorführung: Drischbergers Primiz wurde damals aufgenommen und zeigt den damaligen, aber bereits verstorbenen Pfarrer Seeberger, << den die Jengener sehr schätzten >>. Sicher würden sich auch einige Jengener wiedererkennen und staunen, << wie man sich in 25 Jahren so entwickelt >>.

Bei dieser Feier vor 25 Jahren sagte Hermann Drischberger: << Es bestärkt mich sehr, wenn man sich getragen weiß von den Gebeten, der Zuneigung und der Hilfe einer ganzen Gemeinde. >>

Der Festgottesdienst beginnt am Sonntag, 14. August, um 10 Uhr in der Jengener Pfarrkirche. Anschließend ist ein buntes Programm unter anderem mit Frühschoppen geplant.

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