Versammlung
Jengen wächst

Mit zwei Fotos demonstrierte Bürgermeister Franz Hauck zu Beginn der Bürgerversammlung in Jengen das Wachstum der Gemeinde: Die eine Aufnahme zeigte Jengen Mitte des 19. Jahrhunderts, die andere war ein aktuelles Luftbild. Der Unterschied war gravierend. Jengen ist über die Jahre gewaltig gewachsen. 2391 Einwohner, so Hauck weiter, zähle die Gemeinde momentan. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren waren es knapp über 2000 (siehe Infokasten).

38 Bauanträge seien im vergangenen Jahr eingegangen, langsam werde der Platz knapp. In Beckstetten, Weicht und Weinhausen ist nur noch ein gemeindeeigenes Grundstück übrig, im Bürgermeister-Lederle-Weg in Jengen sind noch zwei Plätze verfügbar. Das Gewerbegebiet an der B12 hingegen sei komplett bebaut. Noch eine Sache zeigt die gewachsene Struktur der Gemeinde: Sie gilt als Vorreiter bei der Nutzung von erneuerbarer Energie - aus Wasser, Sonne, Wind und Biomasse. Sieben Millionen Kilowattstunden Strom verbrauche die Gemeinde jährlich, fast 15 Millionen werden dagegen am Ort produziert. «Wir könnten uns also gut selbst versorgen», sagte Hauck.

Allerdings ist auch Jengen nicht ohne Probleme. Da ist zum einen die Versorgung mit schnellem Breitband-Internet. Noch immer sind einige Ortsteile und auch Haushalte im Hauptort von der Datenautobahn abgeschnitten. Doch Abhilfe ist bereits in Planung. Mitte des kommenden Jahres, so Hauck, sollen in Jengen, Weicht, Beckstetten und Weinhausen mindestens 6000 Bit pro Sekunde verfügbar sein. 180000 Euro nehme die Gemeinde dafür in die Hand. Ummenhofen und Eurishofen werden an das Waaler Netz angeschlossen.

Zudem ging der Bürgermeister auf die Abwassergebühren ein. Diese müssten demnächst erhöht werden, weil die Buchloer Kläranlage ertüchtigt werden soll. «Allerdings wird die Erhöhung moderat ausfallen», so Hauck. Auch der Hochwasserschutz war Teil seines Berichts. Dank der umfangreichen Projekte des Zweckverbands Gennach-Hühnerbach sei Jengen inzwischen nicht mehr «großartig gefährdet».

In der Gemeinde existieren ein Sickerbecken in Weinhausen und ein knapp zweieinhalb Meter hoher Damm im Süden Eurishofens. Eine Grafik verdeutlichte, wie wichtig die Maßnahmen des Zweckverbands sind, zum Beispiel der Gerinneausbau der Gennach. So wäre nach früherem Standard der Bach heuer bereits drei Mal über die Ufer getreten. (ses) Weiterer Bericht über die Anregungen der Bürger folgt.

 

Ein Haus nach dem anderen: Bei der Gemeinde Jengen gingen im vergangenen Jahr 38 Bauanträge ein, acht mehr als noch im Jahr zuvor. Unter anderem entstand das Neubaugebiet am Bürgermeister-Lederle-Weg (Foto). Foto: Stephan Schöttl

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