Gemeinderat
Jahresbericht der Lamerdinger Seniorenbeauftragten Ditrun Steinseifer-Vogel

Seit 1. September 2009 ist die Seniorenbeauftragte der Gemeinde Lamerdingen, Ditrun Steinseifer-Vogel, erst im Amt. Bereits Mitte November des gleichen Jahres gewann die Kommune mit dem Konzept «Herzensangelegenheit-Senioren» den Förderpreis des Landkreises Ostallgäu und genau ein Jahr später den mit 10000 Euro dotierte erste Platz beim Förderpreis «Kommunale Seniorenpolitik» der Bayerischen Sozialministeriums.

Das kommt nicht von ungefähr. Denn in im vergangenen Jahr ist in Lamerdingen wirklich viel passiert. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats präsentierte Ditrun Steinseifer-Vogel ihren ausführlichen Jahresbericht 2010 sowie einen Ausblick auf das laufende Jahr und später. Bürgermeister Konrad Schulze bezeichnete die Seniorenbeauftragte als «Perle im Dorf, die gepflegt - und manchmal auch ein bisschen gebremst werden» müsse. Darauf entgegnete die 67-Jährige: «Wer nachhaltig etwas erreichen und verändern will, muss überzeugt und auch ein bisschen euphorisch sein.» Über 250 Hausbesuche habe sie im vergangenen Jahr gemacht, berichtete Steinseifer-Vogel: «Es war wichtig, die Menschen in ihrem häuslichen Umfeld kennenzulernen. Ich glaube, sie spüren, dass es mir wirklich eine Herzensangelegenheit ist.

» In diesem Maße könne sie das jetzt aber nicht mehr anbieten. Stattdessen werde vermutlich dreimal in der Woche eine Sprechstunde im Dorfhaus stattfinden. Kranke Personen werde sie aber nach wie vor in den eigenen vier Wänden besuchen.

Fortbildung für Demenzpaten

Steinseifer-Vogel erwähnte in ihrem Bericht unter anderem 36 Beratungsgespräche in der Gemeindekanzlei, den Beginn der Fortbildung für Demenzpaten, die Computerkurse 55+ sowie die Zusammenkünfte des Kreises «Pflegender Angehöriger». Besonders erfolgreich seien 2010 die fünf «Generationstreffs 50+» verlaufen. Zwischen 70 und 100 Gäste seien dazu gekommen. «Mit so viel Resonanz habe ich nicht gerechnet», so die ehrenamtliche Seniorenbeauftragte. Diese Treffs für die jüngeren Senioren seien sehr wichtig, um neue ehrenamtliche Helfer zu engagieren.

Sie stoße die Projekte an und stehe beratend zur Seite. Aber: «Es darf nicht alles an mir hängen bleiben. Ich will ja mit den Herzensangelegenheiten weiterkommen.» Auch Bürgermeister Schulze meinte: «Das Seniorenkonzept darf nicht nur auf einer Schulter ruhen, sondern muss breit aufgeteilt werden.»

Geplant sind für dieses Jahr unter anderem 20 Begegnungscafés für Jung und Alt jeweils dienstags von 14 bis 17 Uhr, 17 Altenclubs für ältere Senioren und Menschen mit demenziellen Veränderungen, jeweils am Donnerstagvormittag sowie zahlreiche Informationsveranstaltungen beispielsweise zu den Themen gerontopsychiatrische Erkrankungen, Vorsorgevollmacht/Patienten- und Betreuungsverfügung, lebensverlängernde Maßnahmen, Palliativmedizin, Sturzprophylaxe und barrierefreies Wohnen.

Winfried Magg war beeindruckt, über wie viel Fachwissen und Kompetenz die Seniorenbeauftragte verfüge. Vor allem in rechtlichen Dingen sei das sehr wichtig.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen