Kirche
Jacob Nangelimalil verlässt Jengen - Kirche und Gemeindehaus überfüllt

Wer am vergangenen Sonntag den Abschiedsgottesdienst für Pfarrer Dr. Jacob Nangelimalil in der Jengener Kirche St. Martin nicht stehend mitfeiern wollte, war gut beraten, frühzeitig in dem Gotteshaus zu erscheinen.

Wenn die Beliebtheit eines Menschen an der Zahl seiner Gäste gemessen werden kann, dann muss der scheidende Seelsorger der Pfarreiengemeinschaft Jengen schon außergewöhnlich beliebt gewesen sein. Der Schlüssel dafür lag wohl in der ihm eigenen Herzlichkeit, die er auch am Tag des Abschieds ausstrahlte und die ihm oft genug bestätigt wurde.

Seite an Seite mit Diakon Helmut Wahl war Jacob Nangelimalil in die prächtig geschmückte, übervolle Kirche eingezogen. Fahnenabordnungen der Vereine unterstrichen den feierlichen Anlass des Festgottesdienstes, die Kirchenchöre der Pfarreien und die Orgel sorgten musikalisch für den würdigen Rahmen.

Seinen persönlichen Dank an die Menschen, mit denen er in den vergangenen sieben Jahren zusammenarbeitete, schloss Nangelimalil mit den Worten: << Ich habe euch lieb. Vergelts Gott! >> Jengen sei für ihn << zuhause >> gewesen.

Siebenfach gedankt

Stellvertretend für die Pfarrgemeinderäte dankte Gertrud Schmid dem scheidenden Pfarrer gleich siebenfach. Zum Beispiel für seine Offenheit und Spontaneität, für sein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Menschen, für seine Art der Problembehandlung, aber auch dafür, dass er Altbewährtes geachtet habe und Neuem gegenüber aufgeschlossen gewesen sei.

Natürlich fehlte auch nicht die Anerkennung dafür, dass Nangelimalil die zusätzliche Energie aufbrachte, seine deutschen Sprachkenntnisse zu verbessern.

Aus allen Nähten platzte auch das Musikerheim im Gemeindehaus, zu dem der Festzug nach dem Gottesdienst - angeführt von den Musikkapellen Jengen und Weicht - marschierte.

In dem zum Bersten gefüllten Raum durften die Jengener noch einmal ausgiebig ihren Pfarrer feiern. Beim Frühschoppen mit Weißwürsten und Brezen wurden Nangelimalil weitere Ehrungen zuteil.

Jengens Bürgermeister Franz Hauck zog eine Parallele der Kirchen- zur politischen Gemeinde. Beide hätten das Wohl der Mitmenschen zum Ziel. Auf diesem gemeinsamen Nenner habe er sich mit dem Pfarrer, der ihm ans Herz gewachsen sei, vom ersten Tag an getroffen.

Hauck zählte eine ganze Reihe von Qualitäten auf, die Nangelimalil habe. Er sei immer freundlich und offen gewesen, habe schnell Zugang zu den Herzen der Menschen gefunden und sei bei seinen Schäfchen sehr beliebt gewesen. Sein Hauptaugenmerk habe der Pfarrer auf sein Amt als Seelsorger gelegt, wobei Seelsorge oft im Verborgenen stattfinde und nicht immer sichtbar sei.

Auch Kirchenpfleger Florian Eberle dankte Pfarrer Nangelimalil für seine Arbeit und die Ministranten überreichten ihm eine Spende für << sein >> Waisenhaus in Indien.

Sparschwein als Geschenk

Spenden für das Waisenhaus nahm während des Frühschoppens auch ein Sparschwein auf, das er als Abschiedsgeschenk von den Pfarrgemeinderäten erhalten hatte. Nangelimalil hatte darum gebeten, von persönlichen Abschiedsgeschenken abzusehen.

Für seine neue Aufgabe darf der Pfarrer alle guten Wünsche mitnehmen - gleich, ob diese nun offiziell oder im persönlichen Gespräch geäußert wurden.

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