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Infoabend über soziale Netzwerke in Fuchstal

'Sie werden zumindest in den nächsten Jahren nicht darum herumkommen', versicherte Fuchstals Gemeindejugendpfleger Moritz Hartmann in einem Vortrag über Facebook. Schließlich sind mittlerweile 26 Millionen Deutsche Mitglied in dem weltumspannenden sozialen Netzwerk.

Für die in der Mensa der Mittelschule erschienenen Eltern, selbst weitgehend ohne Facebook-Erfahrung, war es deshalb wichtig zu hören, welche Chancen und welche Gefahren für ihre Kinder bei einer Nutzung bestehen.

Sehr praxisbezogen erläuterte Hartmann zunächst die vielfältigen Möglichkeiten, die Facebook biete. Neben dem Einstellen von Nachrichten und dem Chatten mit Freunden seien es etwa die Spiele oder das Hören von Musik. 'Die mit dem Handy verschickte SMS ist bei der Jugend außer Mode gekommen', so Hartmann. Stattdessen informiere man kostenlos über Facebook.

Und damit erreiche man nicht nur einen Einzelnen, sondern halte Kontakt zu einer ganzen Reihe von Freunden. Der durchschnittliche Facebook-Nutzer habe davon 130, er selbst im Rahmen seiner schon zehn Jahre dauernden Jugendarbeit in Fuchstal sogar 800 'Freunde'. Deshalb sei es für Jugendliche wichtig, zwischen flüchtigen Facebook-Bekanntschaften und 'wahren Freunden' zu unterscheiden.

Möglich sei dies, indem man seine Kontakte in Listen einteile, um Nachrichten wirklich nur für diejenigen sichtbar zu machen, für die sie auch bestimmt sind.

Erlaubt ist die Facebook-Nutzung erst ab 13 Jahren, erläuterte der Jugendpfleger, doch da der Konzern keine Möglichkeit hat, die gemachten Angaben zu überprüfen, würden oft falsche Geburtsdaten angegeben. Ansonsten gesteht Facebook Minderjährigen unter 18 Jahren nur eingeschränkte Funktionen zu, die sicherstellen sollen, dass Kontakte nur mit 'Freunden' oder wiederum deren Freunden zustande kommen.

Er zeigte den Eltern, wie man in Facebook Einstellungen zum Schutz der Privatsphäre vornehmen kann. 'Gehen Sie offen mit dem Thema um', riet er ihnen, denn Verbote weckten gerade erst das Interesse.

Man solle klare Regeln aufstellen, was etwa die Zeitdauer der Internetnutzung anbelangt, und den Überblick über das Facebook-Profil des Kindes bewahren, insbesondere auch, was das Einstellen von 'kritischen' Fotos anbelangt.

Wichtig sei die Vorbildfunktion der Eltern – zum Beispiel, indem man nicht einfach ungefragt Fotos der Kinder im Internet veröffentliche: 'Denken Sie stets daran, dass Facebook ein Konzern ist, der Geld verdienen will', mahnte Hartmann. Und Geld verdiene man durch die auf den Seiten eingeblendete Werbung. Damit diese genau zugeschnitten ist, versuche Facebook möglichst viele Daten von seinen Nutzern zu erfahren. Sehr schwer sei es, einmal veröffentlichte Inhalte wieder ganz aus dem Internet zu entfernen.

Genauso kompliziert sei es für die Angehörigen, den Account eines Verstorbenen zu löschen, wenn sie dessen Passwort nicht kennen, wurde dann in der Diskussion unter anderem angesprochen.

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