Gemeinderat
In Waal besteht Bedarf für Krippe und Kindergarten unter einem Dach

In der Marktgemeinde Waal gibt es Bedarf für eine Kinderkrippe. Dies ergab nicht nur eine kürzlich durchgeführte Umfrage bei Eltern; dies sah auch der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung so.

Die sogenannte Bedarfsanerkennung ist Grundlage dafür, dass über mögliche Zuschüsse verhandelt werden kann, machte Zweite Bürgermeisterin Christa Völk in der Sitzung deutlich. Völk ist zugleich Vorsitzende des Waaler Kindergartenvereins.

Die Krippe soll - das ist Voraussetzung für den Beschluss gewesen - an den Kindergarten St. Anna angebaut werden. Architekt Walter Rohrmoser, der im Auftrag der Kirchenstiftung die Planung erstellt, geht derzeit davon aus, dass die Krippe im Obergeschoss Platz findet, dass also << aufgestockt >> wird. << Das wäre wohl die beste Lösung >>, sagte er auf einen Einwand von Karl Anwander hin. Der Gemeinderat sähe den Anbau lieber im Osten des Kindergartens platziert.

In einer ersten Kostenschätzung geht Rohrmoser davon aus, dass für die Krippe mit zwölf Plätzen rund 470000 Euro fällig werden. Kommt die Gemeinde in den Genuss der momentan noch geltenden staatlichen Zuschussrichtlinien, erhielte sie 320000 Euro, sagte Christa Völk gegenüber der BZ.

Von den Restkosten in Höhe von 150000 Euro müssten etwa 50000 Euro über den Kindergartenverein, die Diözese und über Spenden finanziert werden; 100000 Euro blieben somit als Kosten bei der Gemeinde.

Weitere rund 100000 Euro müsste die Gemeinde aufbringen, wenn der Kindergarten saniert wird. Dabei liegen die Gesamtkosten laut Völk bei rund 145000 Euro, die Restkosten kämen auf die Diözese zu. << Positiv >> stehe die Waaler Kirchenstiftung dem Vorhaben gegenüber, sagte Michael Klein, Vorsitzender der Kirchenstiftung und Gemeinderat. Eine finanzielle Beteiligung schloss er jedoch aus, << denn wir pfeifen derzeit leider aus dem letzten Loch >>.

<< Wir wollen immer Familien freundlich sein, da ist das Vorhaben das einzig Wahre >>, meinte Katrin Mohrenweis. Sie verwies darauf, dass bis 2013 jedes Kind zwischen einem und drei Jahren einen Anspruch auf einen Krippenplatz habe. << Wenn diese Kinder aber auswärts Krippen besuchen, besteht die Gefahr, dass sie uns eines Tages auch für unseren Kindergarten fehlen >>, sagte sie. Auch nach Ansicht Völks sichere die Krippe die Zukunft des Kindergartens. Beide Einrichtungen unter einem Dach und einer Trägerschaft zu haben, << ist die kostengünstigste Lösung. Außerdem kann das Personal dort dann flexibler eingesetzt werden >>, sagte sie.

<< Wir sollten schauen, dass die Kosten nicht aus dem Ruder laufen >>, meinte Gottfried Kleinhans. Doch ihn konnte Völk beruhigen: << Das Thema wird immer wieder im Gemeinderat auftauchen. Und sollten wir die Zuschüsse nicht bekommen, müssen wir eh neu überlegen. >> In den nächsten Wochen will Völk nun die Planung und die möglichen Zuschüsse weiter aufeinander abstimmen. (kah)

An den Kindergarten St. Anna in Waal wird eine Krippe angebaut. Laut einer Umfrage bei Eltern im Singoldmarkt ist Bedarf für zwölf Plätze. Foto: Franz Barta

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